Kultur

„Soulful Casino Oldenburg“: Hier wird getanzt

Freunde des Tanzes und der afroamerikanischen Soulmusik der 1960er und 1970er Jahre können sich auf die Party Soulful Casino Oldenburg Part 2 freuen. Am 28. November steigt zum zweiten Mal eine Northern Soul-Party in Oldenburg.

Am 28. November steigt zum zweiten Mal eine Northern Soul-Party in Oldenburg.
Foto: privat

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LzO Vorsorge

Oldenburg (am/pm) – Freunde des Tanzes und der afroamerikanischen Soulmusik der 1960er und 1970er Jahre können sich auf die Party „Soulful Casino Oldenburg Part 2“ freuen. Am Samstag, 28. November, steigt zum zweiten Mal eine Northern Soul-Party in Oldenburg.

Unter dem „Label „Soulful Casino Oldenburg“ organisierte eine Gruppe Northern Soul Enthusiasten den ersten „Soul-Allnighter“ im vergangenen Jahr. „Nach jahrelangen Besuchen von Soul-Allnightern in Deutschland und England haben wir 2014 beschlossen, der Northern Soul Szene etwas zurück zu geben – einen eigenen „Allnighter“, so die Organisatoren. 130 Gäste aus ganz Deutschland konnten im Kasino der ehemaligen Donnerschweer Kaserne begrüßt werden.

Zur zweiten Veranstaltung haben sich bereits 170 Freunde des Northern Soul angekündigt. Sie wird im „La Calesita“ in der Oldenburger Kulturetage stattfinden. Sechs DJ’s der Northern- und Rare Soul Szene – darunter bekannte Szenegrößen wie Martin Crout (Hamburg) und Gerd Baum (Düsseldorf) – wollen das tanzwütige Publikum mit Schätzen aus ihren Plattenkisten versorgen. Die Veranstalter betonen, dass nicht nur Anhänger der Szene willkommen seien. Auch interessierte Besucher und insbesondere Freunde von Soul, Black Music und R’n’B würden bei der handgemachten und tanzbaren Musik auf ihre Kosten kommen.

Northern Soul

Northern Soul ist schnelle, extrem tanzbare afroamerikanische Soulmusik, die in den 70er Jahren in den Soul-Clubs Nord-Englands beliebt war. Tausende Jugendliche in Nordengland tanzten zu völlig unbekannten Soul Singles aus den 60er Jahren, die in den USA ökonomische Flops und selbst vielen amerikanischen Soulfans unbekannt waren. Das fand in Clubs wie dem Golden Torch, dem Wigan Casino oder dem Blackpool Mecca statt.

Eine Besonderheit im Unterschied zu anderen Soul-Stilen ist, dass es keine Interpreten gibt, deren gesamtes Werk als „Northern Soul“ bezeichnet werden kann. Es sind immer nur bestimmte Stücke eines Interpreten, die in den typischen Northern Soul Stil passen. Die Folge war, dass die Single das wichtigste Tonträgerformat für die Northern Soul-Szene war (neben der Tatsache, dass Vinylsingles das Hauptveröffentlichungsformat für Musik in den 1960er Jahren waren). Seit den 1970er Jahren wurden dann auch eine Reihe Sampler mit Soulstücken verschiedener Interpreten veröffentlicht. Bis auf wenige Ausnahmen gibt es jedoch fast keine LPs von nur einem Einzelinterpreten, die auf Northern Soul Wiederveröffentlichungs-Labeln erschienen sind. In den 70er Jahren entwickelte sich Northern Soul in England zu einem Massenphänomen, welches auch eigene Normen kannte. Zum Beispiel war es verpönt, Nachpressungen in den Clubs zu spielen (es wurden aufgrund der großen Nachfrage viele Singles „schwarz“, aber auch offiziell oder von Lizenznehmern nachgepresst).

Einlass zur „Soulful Casino Oldenburg Part 2“ ist um 22 Uhr. Der Eintritt kostet 9 Euro.

Mehr Informationen unter www.facebook.com/groups/soulfuloldenburg und www.facebook.com/events/343604745844322.

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