Kultur

Kino: Queerer Filmpreis im Cine k

Übergabe des 1. Queeren Filmpreises Niedersachsen: Lucie Veith (Bundesverband Intersexuelle Menschen), Carlo Lavagna (Regisseur) und Dr. Hans-Joachim Heuer (Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung).

Übergabe des 1. Queeren Filmpreises Niedersachsen (von links): Lucie Veith (Bundesverband Intersexuelle Menschen), Carlo Lavagna (Regisseur) und Dr. Hans-Joachim Heuer (Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung).
Foto: Bonnie Bartusch

Oldenburg (vs/pm) Beim 8. Queer Film Festival Oldenburg im Cine k gewann der italienische Regisseur Carlo Lavagna den 1. Queeren Filmpreis Niedersachsen mit seinem Film „Arianna“. Der Publikumspreis ging an den Regisseur Kasten Dahlem für „Princess“.

Anzeige

LzO Vorsorge

Fünf bunte und lebendige Festivaltage wurden am vergangenen Montag im Cine k mit einer festlichen Preisverleihung beendet. Als Premiere wurde der Queere Filmpreis Niedersachsen erstmalig im Rahmen des 8. Queer Film Festivals Oldenburg vergeben. Der italienische Regisseur Carlo Lavagna, der auch an der Produktion und am Drehbuch beteiligt war, wurde für seinen Film „Arianna“ ausgezeichnet. Der Preis wurde vom Queeren Netzwerk Niedersachsen, vertreten durch Friederike Wenner und Thomas Wilde, als Beitrag zur Kampagne der Landesregierung „Für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in Niedersachsen“ ins Leben gerufen. Beide erhoffen sich ein stärkeres Bemühen der Filmproduktion sowie der Programmgestaltung der Kinos, die bestehende sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in der Gesellschaft angemessen abzubilden. Das Interesse an diesem Thema spiegelte sich an ausverkauften Kinosälen und einer gestiegenen Besucherzahl wider.

„Arianna“ erzählt die Geschichte eines jungen intersexuellen Menschen und bildet in all seinen Details die Lebensrealität vieler intergeschlechtlicher Personen in Europa nach. Die sechsköpfige Jury, bei der Laudatio vertreten durch Lucie Veith vom Bundesverband Intersexuelle Menschen, lobte besonders die menschenrechtliche Relevanz, die schauspielerische Umsetzung, fesselnde Bildsequenzen und die technische Realisierung. Carlo Lavagna nahm persönlich den Filmpreis von Dr. Hans-Joachim Heuer vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung entgegen. Mit der Ehrung ist verbunden, dass Carlo Lavagna bei seinem nächsten queeren Projekt mit 5000 Euro aus Mitteln des Landes Niedersachsen unterstützt wird.

Neben der Preisverleihung wurde bereits zum zweiten Mal der von der Stadt Oldenburg mit 600 Euro dotierte Publikumspreis „Bester Kurzfilm“ verliehen. Hierfür wurde von Bürgermeisterin Christine Wolff der deutsche Kurzfilm „Princess“ des Regisseurs Kasten Dahlem ausgezeichnet, der bei der Publikumswahl im Rahmen des Festivals mit großer Mehrheit überzeugte.

Vorheriger Artikel

Vegetarisch / vegan: Ersatzprodukte im Test

Nächster Artikel

„Miss 50plus Germany“-Jury prominent besetzt

Keine Kommentare bisher

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.