Film

Besonderes Kino: „Von komischen Vögeln“

Rund 250 Zuschauer sahen die Oldenburg-Premiere in der Kulturetage. Filmemacher Eike Weinreich (hinten Mitte), GWO Vorstand Gerhard Wessels (links) und Stiftungsvorstandsvorsitzender der Stiftung Teilhabe Wolfgang Bartels (rechts) gemeinsam mit den zwei Schauspielerinnen Anne Moed und Doris Wilkens (Mitte).

Rund 250 Zuschauer sahen die Oldenburg-Premiere in der Kulturetage. Filmemacher Eike Weinreich (hinten Mitte), GWO Vorstand Gerhard Wessels (links) und Stiftungsvorstandsvorsitzender der Stiftung Teilhabe Wolfgang Bartels (rechts) gemeinsam mit den zwei Schauspielerinnen Anne Moed und Doris Wilkens (Mitte).
Foto: Carsten Lienemann

Oldenburg (am/pm) Wieder einmal mehr diente Oldenburg als Kulisse für einen Spielfilm. Dabei ging es nicht um schöne Drehorte in der Huntestadt, sondern um ganz besondere Schauspielerinnen und Schauspieler. Die Tragikomödie „Von komischen Vögeln“ ist laut der Produktionsfirma „Heimathafen“ vermutlich der erste deutsche „inklusive“ Kinofilm. Er ist in Koproduktion mit Autor und Regisseur Eike Weinreich aus Oldenburg als dessen Abschlussfilm an der Hochschule für Bildende Künste (HfbK) Hamburg entstanden. Menschen mit Beeinträchtigungen der Gemeinnützigen Werkstätten (GWO) in Oldenburg und professionelle Schauspieler haben gemeinsam das Ensemble gebildet. Jetzt wurde der Film in der Kulturetage gezeigt.

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Zum Inhalt

Jockels (Jürgen Sarkiss) Leben ist eine einzige Katastrophe – weder seine Frau Barbara (Elisabeth Kopp) noch seine Tochter Rike (Rebekka Kopp) oder sein Vater Helmuth (Hartmut Stanke) verstehen ihn. Nach einer Straftat bekommt der zynische Musiker eine letzte Bewährungschance als Leiter eines Chores mit Menschen mit Behinderungen in einer Werkstatt, die von Thorsten Wiegald (Torsten Bauer) geleitet wird. Hier muss er sich nicht nur mit den Betreuern Ole (Dominik Schiefner), Peer (Reinhard Klusmann) und Melanie (Franziska Reincke) auseinandersetzen, sondern auch rasch einen Zugang zu den Mitgliedern seines außergewöhnlichen Chores finden.

Zu den Dreharbeiten

„Von komischen Vögeln“ wurde nicht nur in Oldenburg gedreht, sondern auch zahlreiche Crew-Mitglieder sind hier beheimatet.

„Von komischen Vögeln“ wurde nicht nur in Oldenburg gedreht, sondern auch zahlreiche Crew-Mitglieder sind hier beheimatet.
Foto: Heimathafen Hamburg

Der 85-minütige Film wurde im August 2016 gedreht und Anfang 2017 fertiggestellt. Seine Premiere feierte er im Oktober 2017 auf den Hofer Filmtagen. Der Film wurde von der GWO, der HfbK, der nordmedia und der Filmförderung Hamburg / Schleswig-Holstein gefördert. Leider konnte bisher kein Filmverleiher gefunden werden, so dass der Film voraussichtlich nicht in die Kinos kommen wird. Allerdings laufen zurzeit Bemühungen, „Von komischen Vögeln“ vielleicht doch weitere Male in Oldenburg zu zeigen.

Oldenburg-Premiere

„Im Film wirken Oldenburger als Schauspieler mit, der Regisseur stammt aus Oldenburg und viele Örtlichkeiten Oldenburgs wurden als Drehort genutzt“, so GWO-Vorstand Gerhard Wessels. Mit viel Beifall wurde der von Stiftungsvorstand Wolfgang Bartels als „Knaller“ angekündigte Film dann auch vom Publikum honoriert. Gleichzeitig warb Bartels bei den Gästen um Unterstützung solcher Projekte, die mit Mitteln aus der Stiftung Teilhabe gefördert werden können: „Bei der Umsetzung von Projekten für Menschen mit Behinderung ist die Stiftung auch auf externe Mithilfe angewiesen. Diese kann ideell oder finanziell sein, um Teilhabe in der Region zu verwirklichen.“

Der Trailer zum Film „Von komischen Vögeln“

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