Kultur

Sechs Wochen „Einfach Kultur“ im Oldenburger Bahnhofsviertel

Das Organisations-Team von „Einfach Kultur“ mit Janik Kirchner und Jan Thie (von links) hat alle Hände voll zu tun, damit die 24 Veranstaltungen vom 15. Juli bis 30. August im Hinterhof der Bahnhofstraße 12 reibungslos über die Bühne gehen.

Das Organisations-Team von „Einfach Kultur“ mit Janik Kirchner und Jan Thie (von links) hat alle Hände voll zu tun, damit die 24 Veranstaltungen vom 15. Juli bis 30. August im Hinterhof der Bahnhofstraße 12 reibungslos über die Bühne gehen.
Foto: Volker Schulze

Oldenburg (vs) „Ein Sommer ohne Kultur ist nicht zu ertragen“, bringt es Janik Kirchner auf den Punkt. Kurzerhand schloss sich der Gründer und Betreiber der „Stube“ mit Freund und „Amadeus“-Betriebsleiter Jan Thie zusammen, um die Veranstaltungsreihe „Einfach Kultur“ ins Leben zu rufen. Vom 15. Juli bis zum 30. August soll es in einem Oldenburger Hinterhof in der Bahnhofstraße 12 in Kooperation mit dem Kreativ Labor und Cine k 24 Veranstaltungen geben. Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag sind die jeweiligen Veranstaltungstage.

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Der Terminkalender für die Konzerte aller Genres mit lokalen, regionalen und überregionalen Künstler ist bereits gut gefüllt. Eröffnet wird die Freiluft-Reihe mit den Bands „Wilderlife“ aus dem Emsland und „Letterbox Salvation“ aus Oldenburg am Mittwoch, 15. Juli, um 19 Uhr. Zum Abschluss am 30. August spielen „Rising Insane“ aus Hude und „Maelfoy“ aus Ganderkesee. Zu weiteren Musikern gehören die bekannten „Kapelle Petra“ und Jesper Munk. Für Kinder und Erwachsene ist der Kiepenkasper am 19. Juli nachmittags und abends zu Gast. Der Vorverkauf für „Einfach Kultur“ läuft bereits. Karten sind ausschließlich im Vorverkauf über das Internet erhältlich.

Die Alternative Band „Catapults“ (Foto) aus Oldenburg spielt ihren Poppunk gemeinsam mit „Loose Lips“ am 1. August um 19 Uhr.

Die Alternative Band „Catapults“ (Foto) aus Oldenburg spielt ihren Poppunk gemeinsam mit „Loose Lips“ am 1. August um 19 Uhr.
Foto: Catapults

Es ist ein ambitioniertes Unterfangen in so kurzer Zeit einen Hinterhof in eine Freiluft-Arena für 200 Gäste zu verwandeln und mit Konzerten, Kunst, Kino und Gastronomie zu füllen. Vor allem in Zeiten der Corona-Pandemie muss alles den behördlichen Auflagen und Hygienevorschriften entsprechen, die sich jederzeit noch wieder ändern können.Um dieses Projekt zu stemmen, gründeten die Organisatoren den gemeinnützigen Verein Coreunity, der es zum weiteren Ziel hat, Menschen aus Oldenburg zu vernetzen, kulturelle Veranstaltungen anzubieten und Räume für Kreativität zu schaffen.

Festival-Atmosphäre im Hinterhof

Über große Unterstützung aus der Oldenburger Kultur- und Veranstaltungslandschaft, WPB Veranstaltungstechnik, der „Stube“ und „umBAUbar“ sowie einigen Geschäftsleuten freuen sich die Verantwortlichen. „Es ist kein Zustand hier ohne Musik, haben alle gesagt und unterstützen uns von Anfang an. Sonst hätte das alles nicht in so kurzer Zeit geklappt“, freut sich Jannik Kirchner über die Hilfe für „Einfach Kultur“. So stellen zum Beispiel die Brauereien Jever und Heineken kostenlos Getränke für die Künstler bereit und die notwendigen Sanitäranlagen gibt es zum Sondertarif.

Die deutschsprachige „Kapelle Petra“ kommt am 29. August, um 19 Uhr nach Oldenburg.

Die deutschsprachige „Kapelle Petra“ (Foto) und „Reiche Söhne“ kommen am 29. August, um 19 Uhr nach Oldenburg.
Foto: Sonja Berg

Da aber auch der restliche enorme Kostenapparat nicht allein über Sponsoren und Kartenverkauf für die eingeschränkte Besucherzahl gedeckt werden kann, wurde eine Crowdfunding-Aktion gestartet, um die Hintergrundkosten für Bühne, Licht, Ton, Toiletten, Versicherungen und Werbung aufzubringen. „Wir wollen damit auch sichtbar machen, dass Kultur Geld kostet. Und wir werden deshalb am Eingang auf einem großen Transparent den Gästen aufzeigen, wie viel ein einzelnes Konzert insgesamt kostet“, so Jannik Kirchner.

Um die behördlichen Auflagen zu erfüllen, wird das Veranstaltungsgelände in der Bahnhofstraße 12 neben der Kulturetage bestuhlt. „Der Einlass beginnt bereits um 17 Uhr. Beim Bewegen auf dem Gelände, müssen Schutzmasken getragen werden und es gibt Möglichkeiten der Händedesinfektion. Zum Sitzen bauen wir Sechser- bis Zehnersitzgruppen auf“, erklärt Jannik Kirchner Teile des Konzeptes und ergänzt, „es soll trotz allem eine gemütliche Festival-Atmosphäre werden“. Derzeit sind die Organisatoren noch auf der Suche nach großen durchsichtigen Schirmen. Denn auch bei Regen gibt es „Einfach Kultur“.

Zum Abschluss von „Einfach Kultur“ sind „Rising Insane“ (Foto) und „Maelfoy“ am 30. August, um 19 Uhr zu Gast.

Zum Abschluss von „Einfach Kultur“ sind „Rising Insane“ (Foto) und „Maelfoy“ am 30. August, um 19 Uhr zu Gast.
Foto: Rising Insane

Informationen zum Programm gibt es unter der laufend aktualisierten Adresse www.einfach-kultur.de und www.0441live.de sowie in den sozialen Medien. Karten sind aufgrund der Datenerfassung nur im Vorverkauf über das Internet bei www.ticket2go.de erhältlich. Das Crowdfunding-Projekt steht unter www.startnext.com/einfach-kultur.

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