Kultur

Zugabe für Balkonkonzerte

Alexander Goretzki beteiligt sich am Programm der Balkonkonzerte.

Alexander Goretzki beteiligt sich am Programm der Balkonkonzerte.
Foto: privat

Oldenburg (am/pm) Die Oldenburger Balkonkonzerte und Freiluftaufführungen vor Senioren-, Behinderten- und Pflegeeinrichtungen können fortgesetzt werden. Bislang beteiligen sich zehn Einrichtungen an dem Projekt. Weitere Senioren-, Behinderten- und Pflegeeinrichtungen können noch teilnehmen. Ihren Bewohnerinnen und Bewohnern kann mit Hilfe dieses Pilotprojektes auch in Zeiten von Corona hochwertige Kunst und Kultur zugänglich gemacht werden.

Anzeige

„Gesundheit und Sicherheit der betreuten Seniorinnen und Senioren sowie der pflegebedürftigen und gehandicapten Menschen haben dabei oberste Priorität“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Aber auch die seelische Gesundheit ist wichtig, um Kontakt- und Besuchsverbote gut zu überstehen. Kunst und Kultur können einen Beitrag dazu leisten. Sie machen Mut, bringen Leben und Abwechslung in die Einrichtungen und sichern die kulturelle Teilhabe.“

Über 80 professionelle Künstlerinnen und Künstler beteiligen sich bereits an dem Programm. Sie treten vor den beteiligten Einrichtungen auf. Dabei wird Musik, aber auch Pantomime, Schauspiel, Tanz und Akrobatik dargeboten – also alle Künste, die optisch und akustisch auch aus der Distanz zum Publikum aufgeführt werden können.

„Die ersten Erfahrungen sind ermutigend“, berichtet Christiane Maaß, Koordinatorin der Balkonkonzerte im Kulturbüro der Stadt Oldenburg. „Bewohner und Einrichtungsleitungen sind begeistert. Die Künstlerinnen und Künstler sind hochmotiviert.“

Bedingung für die Aufführungen ist natürlich, dass die geltenden Anordnungen zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Künstlerinnen und Künstler eingehalten werden können. Das Kulturbüro steht dabei in engem Kontakt mit den zuständigen Ämtern, wie dem Gesundheitsamt, und den Einrichtungsleitungen. Die in Aussicht stehenden Lockerungen des Besuchsverbotes in Pflege- und Behinderteneinrichtungen ermöglichen die Fortsetzung der Aufführungen.

Finanziert werden die Balkonkonzerte und Freiluft-Aufführungen aus Mitteln der Kulturellen Bildung und Teilhabe. Gefördert werden sie von der Oldenburger Bürgerstiftung, der Marius Eriksen Stiftung und dem Oldenburgischer Generalfonds, vertreten durch den BVO Bezirksverband Oldenburg.

Interessierte können sich bei Christiane Maaß, Kulturbüro der Stadt Oldenburg, per Telefon unter 04 41 / 235 23 19 oder per E-Mail an kulturellebildung@stadt-oldenburg.de melden.

Vorheriger Artikel

Stamp: "Viel Improvisation" bei Kitas und Tagespflege nötig

Nächster Artikel

Ex-Verfassungsrichter befürwortet Corona-Maßnahmen