Kultur

Artothek: Mobile Kunst per Lastenfahrrad

Bringen Kunst mit dem Lastenfahrrad zu den Menschen (von links): Sabine Isensee, Hedwig Vavra-Sibum, Laura Keppel und Jaqueline Menke.

Bringen Kunst mit dem Lastenfahrrad zu den Menschen (von links): Sabine Isensee, Hedwig Vavra-Sibum, Laura Keppel und Jaqueline Menke.
Foto: Stadt Oldenburg

Oldenburg (pm) Die Artothek Oldenburg hat ein neues Vermittlungsangebot für Bildungs- und Sozialeinrichtungen der Stadt Oldenburg entwickelt. Ab sofort besteht die Möglichkeit, eine Kunstvermittlerin des museumspädagogischen Dienstes zu buchen, die ausgewählte Kunstwerke im Schulunterricht oder in der soziokulturellen Arbeit erlebbar macht und mit dem „Artothek Mobil“ in die Einrichtungen kommt.

Anzeige

„Mit dem neuen Angebot ‚Artothek Mobil‘ bringen wir die Werke zu den Menschen, um Begeisterung für die Bildende Kunst zu wecken und um Wissen zu vermitteln, auch für diejenigen, die nicht mobil sind“, freut sich Artothek-Leiterin Dr. Sabine Isensee. Die Wissensvermittlerin kommt per Lastenfahrrad und hat die Kunstwerke im Gepäck.

Die Sammlung der Artothek mit 2000 Werken von über 600 Künstlerinnen und Künstlern bietet viele Ansatzpunkte für einen theoretischen, praktischen und historischen Wissenstransfer. Sie kann Gespräche für unterschiedliche Lernsituationen in geselliger Runde anregen. Um diese Erfahrungen zugänglich zu machen, wurde zum Auftakt eine abwechslungsreiche Auswahl von fünf Kunstwerken zum Thema „Figur“ zusammengestellt. „Das Vermittlungsformat ‚Artothek Mobil‘ verkörpert den Anspruch, das Erlebnis Kunstbegegnung am Original zu ermöglichen und es in einen Bildungskontext außerhalb des Museums zu stellen wie zum Beispiel die Schule“, sagt Kunstvermittlerin Hedwig Vavra-Sibum vom museumspädagogischen Dienst und fährt fort: „Aber auch andere soziale Einrichtungen, die sich Kunst zum Anlass nehmen, mit einer bestimmten Klientel zu arbeiten, sind bei unserem Angebot herzlich willkommen. Denn Kunst erfährt sich nicht nur in gedanklichen Kontexten, sondern wird auch praktisch als sinnliche Erfahrung nachvollzogen.“

Innerhalb eines Zeitraums von 90 Minuten erhalten Kunstinteressierte eine inhaltliche und praktische Einführung in das Kunstwerk. Das Angebot richtet sich an alle Altersgruppen und Bedürfnisse. Vor dem Besuch findet ein Beratungsgespräch statt, in dem individuelle Wünsche gerne abgestimmt werden können.

Ein Faltblatt, das auf Wunsch zugeschickt wird und im Internet zum Download bereitsteht, gibt umfangreiche Informationen zum Angebot und zu den einzelnen Kunstwerken unter www.oldenburg.de/artothek und auf www.stadtmuseum-oldenburg.de.

Der einmalige Besuch kostet 50 Euro (inklusive Material) und dauert 90 Minuten. Anmeldungen mit dem Stichwort „Artothek Mobil“ nimmt Hedwig Vavra-Sibum telefonisch unter 04 41 / 235 34 03 oder per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de entgegen.

Vorheriger Artikel

Politische Vereine bleiben vorerst gemeinnützig

Nächster Artikel

Coronavirus: Europa-Politiker für EU-Sondergipfel per Video