Bremer Appell fordert höhere Steuern auf große Vermögen und Erbschaften
Mehr als hundert Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens haben den Bremer Appell für eine gerechte Vermögensverteilung und eine starke Demokratie unterzeichnet. Das teilte der frühere Bremer Bürgermeister Carsten Sieling mit.
Der Appell fordert die Bundesregierung und die Landesregierungen auf, eine faire Erbschaftsteuer für Erbschaften und Schenkungen ab 5 Millionen Euro zu ermöglichen und die Vermögensteuer für Vermögen ab 10 Millionen Euro wieder einzuführen.
Der Appell wurde am Dienstag veröffentlicht und ist unter www.zeit-fuer-gerechte-vermoegensverteilung.de freigeschaltet, wo er unterzeichnet werden kann. Nach Angaben der Initiatoren besitzen 5.000 Menschen in Deutschland, das sind 0,007 Prozent der Bevölkerung, über 27 Prozent des Vermögens.
700.000 Menschen, 1,0 Prozent der Bevölkerung, verfügen über mehr als 50 Prozent des Vermögens. Das Vermögen eines Milliardärs wächst in Deutschland in 90 Minuten um rund 54.000 Euro, das entspricht dem Jahreseinkommen einer Durchschnittsfamilie.
Jährlich gingen dem Staat 8,8 Milliarden Euro an Steuereinnahmen durch Ausnahmen bei der Erbschaftsteuer verloren.
Der Appell verlangt, dass der Steuersatz für Vermögen über 100 Millionen Euro und über 1 Milliarde Euro stufenweise steigt. Sieling erklärte, die Rede vom überbordenden Sozialstaat bei gleichzeitiger Umverteilung von unten nach oben spalte die Gesellschaft und werde mehr und mehr zur Gefahr für die Demokratie.
Die Initiatoren wollen die gesellschaftliche Debatte über die Verteilung von Geld, Macht und Chancen stärken und rufen die Bevölkerung auf, den Appell zu unterstützen. Zu den Erstunterzeichnern gehören Gewerkschafter, ehemalige Senatoren und Wissenschaftler.
NachrichtenGewinnzahlen Eurojackpot vom Dienstag (22.09.2026)
NachrichtenQuecksilberverdacht in DHL-Depot in Mecklenburg-Vorpommern
NiedersachsenMonteur-Pkw prallt in Lohne mit Nordwestbahn zusammen
NiedersachsenZwei Schwerverletzte bei Verkehrsunfall auf der B445 in Bad Gandersheim
NachrichtenEmotionale Debatte bei Unionsfraktionssitzung
BlaulichtFeuerwehrsprecher im Landkreis Oldenburg beraten in Wildeshausen über Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

