Wirtschaft

Rhein-Umschlag investiert Millionen

Rhein-Umschlag investiert rund zwölf Millionen Euro in Oldenburg und zieht in den Oldenburger Osthafen und ins Gewerbegebiet Dalbenstraße.

Geschäftsführer Nico Steudel und Prokurist Sascha Hemme (rechts) erläuterten bei einer Baustellenbegehung den Fortschritt der Bauarbeiten.
Foto: Seaports of Niedersachsen

Oldenburg (pm) – Das Oldenburger Traditionsunternehmen Rhein-Umschlag treibt momentan den Ausbau und die Modernisierung seiner Umschlagsanlagen sowie den Neubau eines Verwaltungsgebäudes für rund zwölf Millionen Euro voran. Mit den Ausbaumaßnahmen geht der Umzug des Unternehmens in den Oldenburger Osthafen und ins Gewerbegebiet Dalbenstraße einher.

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Ende März 2016 wird Rhein-Umschlag den Hafenbetrieb am Terminal Rheinstraße nach 79 Jahren einstellen, das Bürogebäude der Verwaltung bleibt hingegen noch bis Ende 2017 bestehen. Bis dahin wird die neue Hauptverwaltung der Unternehmensgruppe im Gewerbegebiet Dalbenstraße fertiggestellt sein, deren Baubeginn ebenfalls für das Frühjahr 2016 vorgesehen ist.

Seit 2004 ist Nico Steudel Geschäftsführer von Rhein-Umschlag. In dieser Zeit hat der studierte Diplom-Ökonom die Hafen- und Logistikaktivitäten der Unternehmensgruppe in Oldenburg, aber auch an anderen deutschen Standorten, signifikant vorangetrieben. Bereits seit 2010 plant Steudel mit seinem Team den Umzug der Firma innerhalb Oldenburgs und damit eine grundlegende Modernisierung der Umschlagsanlagen. Mit ausschlaggebend für die Investitionsentscheidung war der in 2008 fertiggestellte Ausbau der Unteren Hunte sowie die Ankündigung zum Bau der neuen Wendestelle im Oldenburger Hafen, mit dem bereits im Sommer vergangenen Jahres begonnen worden ist.

„2014 haben wir im Osthafen ein neues Umschlagterminal für Baustoffe in Betrieb genommen“, erläutert Steudel den Fortschritt der Baumaßnahmen. Zur Optimierung der logistischen Abläufe am Terminal habe Rhein-Umschlag hier einen neuen Vollportal-Drehkran mit einer Hebekapazität von 45 Tonnen installiert. Die Umschlagsleistung konnte damit auf rund 400 Tonnen pro Stunde erhöht werden. „Im zweiten Schritt haben wir zunächst die vorhandenen Anlagen an der Dalbenstraße modernisiert, um danach mit dem Bau eines weiteren, trimodal angebundenen Umschlagterminals für Baustoffe (vom Lkw auf die Bahn oder aufs Schiff und umgekehrt) zu beginnen. Dieses wird bereits im Mai dieses Jahres in Betrieb gehen“, freut sich der Geschäftsführer.

„Das Engagement von Rhein-Umschlag im Oldenburger Hafen beweist großes Vertrauen in den Standort – hier wird in die Zukunft investiert“, freut sich auch Inke Onnen-Lübben, Geschäftsführerin der Seaports of Niedersachsen GmbH. Oldenburg zählt zu den neun niedersächsischen Seehäfen, die durch die Hafenmarketinggesellschaft weltweit vermarktet werden. „Durch den Bau der neuen Wendestelle können demnächst Seeschiffe mit einer Länge von bis zu 110 Metern Oldenburg anlaufen. Dies bedeutet Zugang zu neuen Märkten im europäischen Ausland durch die Möglichkeit zur Abfertigung größerer Schiffe. Rhein-Umschlag flankiert diese Entwicklung wirksam mit seinen Investitionen in moderne Umschlagsanlagen und Prozessoptimierungen und legt damit einen Grundstein für weiteres Wachstum der Unternehmensgruppe“, so Onnen-Lübben weiter.

Rhein-Umschlag

Rhein-Umschlag wurde 1937 in Oldenburg als Niederlassung der Rhein-Umschlag AG aus Düsseldorf Benrath gegründet. Das Unternehmen, das sich immer noch in Familienbesitz befindet, entwickelte sich stetig weiter und baute seine Geschäftsaktivitäten aus. Seit 1959 ist die Rhein-Umschlag GmbH & Co. KG in Oldenburg eine eigenständige Gesellschaft, die neben dem Hafenbetrieb auch eine Binnenschiffscontainerlinie managt und darüber hinaus in Kies- und Betonwerke in Norddeutschland investierte. Die Gruppe produziert heute nach eigenen Angaben rund 1,5 Millionen Tonnen Kies und Sand im Jahr und schlägt an seinen Hafenstandorten in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt (Haldensleben und Magdeburg) jährlich rund 2,8 Millionen Tonnen Güter um, davon rund 700.000 Tonnen in Oldenburg. Insgesamt beschäftigt die Unternehmensgruppe mit Stammsitz in Oldenburg knapp 200 Mitarbeiter.

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