Kriminalität im Oldenburger Münsterland erneut gesunken
Die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta hat die Kriminalstatistik für das vergangene Jahr vorgestellt. Die Gesamtzahl der Straftaten in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta ist um zwei Prozent auf 12.624 Fälle gesunken, teilte die Polizei mit.
Die Aufklärungsquote stieg leicht auf 65,55 Prozent. Die sogenannte Häufigkeitszahl, die die Taten pro 100.000 Einwohner angibt, liegt bei 3.902 und damit auf dem zweitniedrigsten Stand des letzten Jahrzehnts.
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Trotz des Gesamtrückgangs zeigen sich in einigen Bereichen besorgniserregende Entwicklungen.
So stieg die Zahl der Messerangriffe von 51 auf 82 Fälle an. Auch die Fälle häuslicher Gewalt nahmen zu, von 840 auf 933. Dabei stieg vor allem die Gewalt in (Ex-)Partnerschaften von 490 auf 563 Fälle; ein Opfer kam ums Leben.
Zudem gab es mehr Wohnungseinbrüche, die Zahl stieg um 60 auf 214 Fälle, wobei 78 Taten im Versuchsstadium blieben.
Die Polizei verzeichnete einen Rückgang bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (420 Fälle) und bei Gewalt gegen Polizeibeamte (60 Fälle). Die Kinder- und Jugendkriminalität stieg leicht auf 995 Fälle an, wobei es hier einen Rückgang bei Körperverletzungen gab.
Der Leiter der Polizeiinspektion, Hendrik Vieth, betonte, dass die hohe Bereitschaft zur Gewaltausübung ein ernstes Phänomen sei. Die Bekämpfung von Partnerschaftsgewalt und Messerangriffen habe weiterhin höchste Priorität.
dts Nachrichtenagentur
Foto: via dts Nachrichtenagentur





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