Wirtschaft

OLB-Mitarbeiter spürbar verunsichert

Zurzeit gibt es viele Gerüchte über die Zukunft der OLB.

Zurzeit gibt es viele Gerüchte über die Zukunft der Regionalbank.
Foto: OLB

Oldenburg (zb) Seit die Allianz am 27. September offiziell mitgeteilt hat, sich von ihrer OLB-Beteiligung in Höhe von 90,2 Prozent trennen zu wollen, kocht die Gerüchteküche hoch. Als Interessenten werden unterschiedliche Investoren genannt. Nachdem kürzlich das Handelsblatt sich mit dem Thema befasst und Szenarien mit der Commerzbank als mögliche Investorin aufgezeigt hat, hat das unter den Mitarbeitern für spürbare Unruhe gesorgt. Sie fürchten um ihre Arbeitsplätze, weil die Commerzbank laut Szenario nicht am Erhalt der OLB interessiert sein könnte.

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Britta Silchmüller, Leiterin der OLB-Unternehmenskommunikation, bestätigt, dass einige Mitarbeiter durch diesen Artikel verunsichert worden seien, während Uwe Schröder, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates, sich weigerte, auch nur ein Wort zu dem Thema zu sagen. „Wir kommentieren keine Gerüchte und auch keine Szenarien, die irgendwo beschrieben werden“, sagt Britta Silchmüller. „Weder der OLB-Vorstand noch die Mitarbeiter verfügen über irgendwelche Kenntnisse, was den Stand der Dinge betrifft. Wir sind in die Verhandlungen nicht involviert.“

Sie weist darauf hin, dass es sich um ein normales Verkaufsverfahren handelt. „Weil wir börsennotiert sind, wird es von keiner Seite irgendwelche Informationen vorab geben. Sobald es etwas zu berichten gibt, werden es alle Betroffenen zur gleichen Zeit erfahren. So ist es gesetzlich vorgeschrieben und daran wird sich die Allianz ganz sicher halten“, stellt sie klar.

Der Verkaufsprozess dauert noch nicht einmal zwei Monate. Das ist eine vergleichsweise kurze Zeitspanne für so ein Vorhaben. Die Mitarbeiter werden vermutlich noch eine Weile in diesem Zustand verharren. Wie die OLB mitteilt, soll im Dezember eine außerordentliche Betriebsversammlung stattfinden. (Der Termin am heutigen Freitag, 25. November, wurde korrigiert.)

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1 Kommentar

  1. Barbara Klebinger
    5. Dezember 2016 um 22.35

    … jahrelang haben die Mitarbeiter der OLB für die AllianzVersicherung Verträge an die Bankkunden vermitteln müssen – auch wenn die Versicherungsprämien teurer als bei der bisherigen Versicherung des Kunden waren. Jahrelang wurden die Mitarbeiter reihum in andere Filialen versetzt, wenn gerade ein vertrauensvolles Verhältnis mit Kunden aufgebaut war…
    Rückgrat mit der gleichzeitigen Angst um den Arbeitsplatz ist für jeden Arbeitnehmer ein Drahtseilakt – gut das andere Banken gibt, die noch frei im Umgang mit ihren Kunden umgehen !
    Jetzt mit „Verunsicherung“ zu reagieren ist aber auch recht fraglich – dieses Ende war vorhersehbar.
    Die Allianz trennt sich laufend von allem, was kein Versicherungsgeschäft mehr bringt.