Wirtschaft

Handwerkskammer Oldenburg will NBank helfen

Hörakustiker und knapp 90.000 andere Handwerker_innen tragen zur Versorgungssicherheit bei.

Hörakustiker und knapp 90.000 andere Handwerker_innen tragen zur Versorgungssicherheit bei.
Foto: Olaf Malzahn / biha

Oldenburg (am/pm) Mit Finanzhilfen soll den Unternehmen in der Corona-Krise geholfen werden. Aber der Ansturm auf die „Niedersachsen Soforthilfe Corona“ war einfach zu groß. Die Server der landeseigenen NBank sind in die Knie gegangen. Daran wird jetzt mit Hochdruck gearbeitet. Damit die Gelder aber möglichst schnell dort ankommen, wo sie gebraucht werden, hat jetzt die Handwerkskammer Oldenburg der NBank Unterstützung bei der Bearbeitung der Anträge angeboten.

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„Seit Mittwoch gibt es einen Ansturm auf die Zuschüsse“, berichtet Hauptgeschäftsführer Heiko Henke. „Wir wollen nicht, dass die Corona-Krise zu Insolvenzen führt. Deshalb stehen direkte Hilfen, finanzielle Entlastungen, Beratung und Kommunikation an erster Stelle.“ Der Hilferuf vieler Betriebe, die aufgrund von Ladenschließungen und Auftragseinbrüchen bei gleichzeitig weiterlaufenden Kosten teilweise Existenzängste gegenüber der Handwerkskammer geäußert haben, spiegelt sich in den Anträgen wieder. Die Internetseite der NBank vermeldete zu Beginn akute Serverprobleme. „Ein zweites Zuschussprogramm kommt vom Bund, soll aber in den Bundesländern ausgezahlt werden. Auch da stehen wir in engem Kontakt zum Wirtschaftsministerium und zur NBank“, so Henke.

„Um diese Dienstleistungen auch nach der Krise sicherzustellen, muss jetzt schnell, umfassend und unbürokratisch gehandelt werden“, sagt Henke. Die Handwerkskammer Oldenburg will ihren Teil dazu beitragen. Unter anderem habe die HWK zurzeit Mahnungen und Vollstreckungen eingestellt. Henke weiter: „Stundungen sind kein Problem. Auch setzen wir, wo immer es rechtlich möglich und vertretbar ist, längere Fristen. In dieser schweren Zeit entlasten wir die Betriebe, wo wir nur können. Zudem setzen wir uns wie immer dafür ein, dass das Handwerk im Fokus der politischen Unterstützung steht.“

Ansprechpartner und Informationen gibt es unter www.hwk-oldenburg.de/artikel/corona und per E-Mail a corona@hwk-oldenburg.de.

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4 Kommentare

  1. P.K.
    27. März 2020 um 11.13

    Der Baum Brennt und der Amtsschimmel Pennt , ich werde mein Mietwagenunternehmen abmelden müssen. Bis jetzt ist keine Antragstellung möglich , laut einem Beitrag über die NBank im Ndr läuft jetzt alles , leider ist es gelogen . Kann mir mal den Strick nehmen !

    • W. Lorenzen-Pranger
      27. März 2020 um 12.03

      Was haben sie denn erwartet? Daß die das nicht hinbekommen – schon gar nicht so schnell – war doch von vorneherein klar. Ich hoffe nur, daß sie diese Typen nicht auch noch gewählt haben. Für den Strick ist es allerdngs noch deutlich zu früh, besser schließen sie sich mit anderen in der gleichen Situation kurz und suchen sich Lösungen. Immerhin sehen sie jetzt vermutlich sehr schnell, wer davon alles betroffen ist. Das könnte zu einer Art Lobbyarbeit führen.
      Klüger als mut dem Strick zu drohen wäre eben jetzt, hier nach einer Selbsthilfe-Gruppe zu fragen oder eine zu gründen.
      Ich selbst bin als Rentner allerdings da raus.

  2. Florian Münter
    27. März 2020 um 12.56

    Versucht die Oldenburger Handwerkskammer sich tatsächlich als wohltätiger Samariter darzustellen, indem Sie ach so großzügig „…zurzeit Mahnungen und Vollstreckungen eingestellt“. Alle Ihre Mitglieder sind Zwangsmitglieder. Niemand hat darum gebeten dort Zwangsmitglied zu werden. Die Kammer verlangt enorme Beiträge, ohne das manch ein Betrieb im letzten Jahrzehnt überhaupt irgend etwas mit der Kammer zu tun hatte. Und das schlimmste ist, die vermeintliche Interessenvertretung des Handwerk hat seit Ende des 2ten Weltkrieg keine freien Wahlen zur Vollversammlung abgehalten. Die technischen Hürden wurden extra so hoch gelegt, das es selbst für Zusammenschlüsse von Handwerksunternehmen nicht möglich ist, Einfluss auf „Ihre“ Kammer zu nehmen. Und so dürfen alle 5 Jahre immer nur einzelne linientreue Ja-Sager, in sogenannten „Friedenswahlen“ Teil des undemokratischen Kammersystem werden. Demokratie braucht kein Zwang und schon gar nicht mehr im Jahre 2020.

  3. Wolfgang Bothmann
    17. April 2020 um 20.30

    Wir haben gerade eine Kredit-Ablehnung von der NBank bekommen. Wir haben Ferienwohnungen auf Usedom ..und sind am Ende. Die NBank lehnt ab, weil der Standort nicht stimmt ist MV zuständig, ( aber haben Soforthilfe bezahlt ) und weil wir lt. Einnahme-Überschuss-Rechnung keinen Überschuss verzeichnen. laut Steuerberater ist dies aber nur die steuerliche Sicht. Unsere Betriebsstätte ist in Niedersachsen !!!(Büro, Steuern und Wohnort)
    Es ist eine Willkür, wie die NBank mit uns umgeht. Kein Bundesland lässt seine Kleinunternehmen so hängen, wie die NBank .
    Und das ist nicht überreagiert , 20 Jahre haben wir uns für diese 2 Wohnungen krummgelegt und daraufhin gearbeitet und die NBank beendet das .
    Der Kredit dient ja nur zur Überbrückung. Wir zahlen es doch zurück !!!