Wirtschaft

BÜFA investiert 30 Millionen Euro

Die Geschäftsführer Felix Thalmann (Vorstand), Ralf Rampe, Thomas Siemer, Ronald Ijzer und Dirk Punke blicken optimistisch in die BÜFA-Zukunft.

Die Geschäftsführer Felix Thalmann (Vorstand), Ralf Rampe, Thomas Siemer, Ronald Ijzer und Dirk Punke (von links) blicken optimistisch in die BÜFA-Zukunft.Foto: privat

Oldenburg (zb) Die Oldenburger Chemie-Gruppe BÜFA baut ihre bestehenden Standorte im Oldenburger Raum aus. Insgesamt will das Familienunternehmen in den kommenden Jahren rund 30 Millionen Euro investieren. Das berichtet Felix Thalmann, Geschäftsführer BÜFA Holding. „Unsere Geschäftsfelder wachsen und es gibt noch sehr viel Luft nach oben“, erklärt er. Das mittelständische Chemieunternehmen ist seit 1883 in Oldenburg ansässig und international in den Geschäftsbereichen Chemikalien, Reinigung & Hygiene sowie Composite-Systeme tätig.

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Die Werke in Rastede-Liethe (Composite-Systeme) und Oldenburg-Ohmstede (Reinigung & Hygiene) werden innerhalb der nächsten Jahre erweitert. Zudem werden erste Planungen für eine Standorterweiterung in Hude-Altmoorhausen (Chemikalien) angestellt. „Die Erweiterungsmaßnahmen sind erforderlich, um räumliche Engpässe zu beseitigen, betriebliche Abläufe zu optimieren und somit Wachstumsperspektiven zu nutzen“, begründet Felix Thalmann die Baumaßnahmen.

Am Standort in Oldenburg-Ohmstede sollen die Lagerkapazitäten um rund 3000 Stellplätze vergrößert werden. Zudem ist ein neues Labor geplant, in dem künftig mehr ökologische Reinigungsprodukte entwickelt werden sollen. „Wir werden die Standorterweiterungen aber auch dazu nutzen, um die Digitalisierung des Unternehmens voran zu bringen. Deshalb verstehen wir die Baumaßnahmen auch als Chance, unsere Prozesse zu hinterfragen und Abläufe zu automatisieren. Langfristig wollen wir eine Wertschöpfungskette vom Lieferanten bis zum Kunden ohne Medienbrüche haben“, so der Geschäftsführer.

Er betont zugleich, dass die geplanten Investitionen auch ein Zeichen der Verbundenheit des Unternehmens mit der Oldenburger Region ist. „Es werden hier Arbeitsplätze gesichert, weitere geschaffen und keine Produktionen ins Ausland verlagert“. BÜFA beschäftigt derzeit rund 500 Mitarbeiter, davon sind 36 Auszubildende.

Der BÜFA Standort Rastede soll um die blauen Gebäudeteile ergänzt werden.

Der Standort Rastede soll um die blauen Gebäudeteile ergänzt werden.
Foto: BÜFA

Tatsächlich blickt die gesamte BÜFA-Gruppe auf sehr positive Entwicklungen zurück. So ist der Umsatz in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen von 151 Millionen Euro in 2009 auf 236 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Allein von 2014 nach 2015 betrug das Wachstum zehn Prozent. Entsprechend positiv ist der Blick in die Zukunft. 2016 strebt das Unternehmen einen Umsatz von 253 Millionen Euro an. Zudem blickt BÜFA auf eine gute Eigenmittelquote von über 55 Prozent. „BÜFA ist solide finanziert“, stellt Felix Thalmann fest.

BÜFA ist aber nicht nur bekannt für seine solide Finanzierung, sondern auch für seine Unternehmensphilosophie. Bereits vor 20 Jahren entwickelten Geschäftsführung und Mitarbeiter gemeinsam Unternehmensgrundsätze, die eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit und die Bereitschaft zur Eigenverantwortung sowie Transparenz zum Ziel haben. Nämlich miteinander arbeiten, Mensch und Umwelt schützen, erfolgreich wirtschaften und kundenorientiert handeln. Dazu gehören Familie und Arbeit in Einklang zu bringen sowie nachhaltige Unternehmensentwicklungen und neuerdings die Integration von Flüchtlingen. Derzeit machen vier Flüchtlinge bei BÜFA ein Praktikum. „Alle haben die Aussicht, in eine feste Anstellung übernommen zu werden“, sagt Felix Thalmann und ist überzeugt, mit diesem Gesamtkonzept gut für die Zukunft aufgestellt zu sein und sich im harten Wettbewerbsumfeld erfolgreich behaupten zu können.

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