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KI im Online-Marketing: Was steckt wirklich hinter datengetriebenen Kampagnen?

Im operativen Kampagnenmanagement übernimmt KI drei wesentliche Aufgaben.

Foto: GoldenDayz

Anzeige Die Künstliche Intelligenz hat sich in den letzten Jahren allmählich von einem Spielzeug zu einem festen Bestandteil moderner Marketingprozesse entwickelt. Unternehmen setzen sie ein, um ihre Zielgruppen besser zu erreichen, Budgets automatisiert zu steuern und Werbewirkung messbar zu machen. Der Begriff „datengetriebenes Marketing“ wird dabei oft strapaziert, aber selten sauber erklärt.

Was KI im Marketing-Alltag tatsächlich leistet

Im operativen Kampagnenmanagement übernimmt KI drei wesentliche Aufgaben. Sie prognostiziert Nutzerverhalten anhand historischer Daten, sie steuert Gebote in Echtzeit auf Werbeplattformen wie Google Ads, Meta oder Amazon DSP und sie erkennt Muster in großen Datenmengen, die manuell nicht auswertbar sind. Beispiele für gängige Anwendungsfälle sind Predictive Bidding, dynamische Anzeigenerstellung, Conversion-Modellierung sowie die Prognose von Kundenwerten über den sogenannten Customer Lifetime Value. Auch die Klassifikation von Suchintentionen im SEO-Bereich erfolgt inzwischen über Sprachmodelle, die semantische Zusammenhänge bewerten, statt sich allein an Keyword-Übereinstimmungen zu orientieren.

Datenqualität als Basis jeder Kampagne

Ein KI-Modell ist nur so gut wie die Daten, mit denen es gefüttert wird. Fehlerhafte Tracking-Implementierungen, unzureichend getrackte Conversion-Ereignisse oder inkonsequente Zielgruppendefinitionen sorgen für Verzerrungen, die selbst der beste Algorithmus nicht ausgleichen kann. Bevor eine datengetriebene Kampagne gestartet wird, stehen in der Regel ein Tracking-Audit, die Überprüfung des Consent-Managements sowie die Definition sauberer Event-Strukturen im Google Tag Manager oder in serverseitige Setups an.

Spezialisierte Agenturen wie ambition performance kombinieren diesen technischen Unterbau mit der Kampagnensteuerung, sodass Attributionsmodelle, Datenpipelines und Reporting-Dashboards aufeinander abgestimmt sind.

Kennzahlen und Messgrößen zur Kampagnensteuerung

Mit einer einzelnen Kennzahl ist der Erfolg von Kampagnen nicht zu messen. Üblicherweise wird ein Set von Kennzahlen verwendet, das je nach Ziel unterschiedliche Gewichtung erfährt.

Im Bereich Performance sind davon zu nennen:

  • Return on Ad Spend (ROAS): Umsatz zu Werbekosten
  • Cost per Acquisition (CPA): Lead und Verkaufskampagnen
  • Conversion Rate und Click-Through-Rate: Relevanz der Anzeigen
  • Incrementality: Wie viel zusätzlicher Umsatz durch die Kampagne entstanden ist, der ohne diese nicht entstanden wäre
  • Modell-Konfidenz, Volumen der Trainingsdaten: Technische Prüfgröße

Neben diesen Kennzahlen werden sich Media-Mix-Modelle und Geo-Lift-Tests etablieren, mit denen sich der Beitrag eines einzelnen Kanals unabhängig von Cookie-Tracking messen lässt. Die Agenturen können sich mit Zertifizierungen wie Google Premier Partner, BVDW SEO-Zertifikat-Standard oder Microsoft Advertising Elite Partner für fachliche Qualität ausweisen. Solche Kriterien können bei der Auswahl von Dienstleistern konkret abgefragt und dokumentiert werden.

Grenzen, Risiken und regulatorische Vorgaben

KI im Marketing ist kein Selbstläufer. Modelle reproduzieren systematische Verzerrungen, wenn Trainingsdaten unausgewogen sind, und liefern schlechte Ergebnisse, wenn Zielgruppen zu klein oder Conversion-Signale zu selten sind. Google empfiehlt für Smart Bidding mindestens 30 bis 50 Conversions pro Kampagne innerhalb von 30 Tagen, damit Algorithmen stabil lernen können.

Es gibt regulatorische Anforderungen. Der EU AI Act unterscheidet Risikoklassen für KI-Systeme und verlangt bei bestimmten Anwendungen Transparenz- und Dokumentationspflichten. Die DSGVO regelt die Verarbeitung personenbezogener Daten, das TDDDG das Setzen von Cookies und ähnlichen Technologien. Wer KI-gestützte Kampagnen aufsetzt, sollte diese Vorgaben frühzeitig prüfen, um späteren Anpassungsbedarf vorzubeugen.

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