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Sparappell: Wasserverbrauch auf Rekordniveau

Der Wasserturm in Oldenburg-Donnerschwee gleicht Schwankungen im Wasserverbrauch aus.

Der Wasserturm in Donnerschwee gleicht Schwankungen im Wasserverbrauch aus.
Foto: Katrin Zempel-Bley

Nordwesten (am/pm) Der Wasserverbrauch im Gebiet des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) hat sich in dieser Woche einem neuen Rekordniveau genähert: Die Wasserwerke und Speicherpumpwerke geben seit Tagen rund 315.000 Kubikmeter Trinkwasser täglich ab. In Spitzenzeiten laufen zurzeit die Speicher fast leer. Daher der Aufruf: Wasser nicht unnötig verwenden.

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Schon in den zurückliegenden heißen Wochen lagen die durchschnittlichen Tagesabgaben im Verbandsgebiet bei rund 285.000 Kubikmetern und damit etwa 65.000 Kubikmeter höher als gewöhnlich. 2018 gibt es erheblich mehr Tage als in anderen Jahren, in denen die 15 Wasserwerke des OOWV Spitzenwerte registrieren.

Axel Frerichs, Bereichsleiter für den Betrieb der Wasserwerke, Netze und Anlagen, sagt: „In dieser Größenordnung müssen wir auf Reserven in den Wasserspeichern der Werke zurückgreifen. Bei anhaltend hohen Verbräuchen gelingt es uns nicht mehr, diese wieder bedarfsgerecht aufzufüllen.“ Insofern bittet der OOWV dringend, das Trinkwasser sorgsam zu verwenden und beispielsweise auf unnötiges Bewässern von Gärten und Rasensprengen zu verzichten. Auch das Wasser in Planschbecken und Pools sollte nicht vorschnell ausgetauscht werden. „Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch entspricht 115 Liter pro Tag. Ein Vielfaches dieser Menge wird derzeit für Gärten, Rasenflächen und Pools verwendet“, erklärte der Bereichsleiter.

Nutzungseinschränkungen werden vom OOWV im Moment noch nicht ausgesprochen, sind aber regional nicht auszuschließen, wenn der Verbrauch so hoch bleibt. Frerichs appelliert an den Solidargedanken: „Gemeinsam sollten wir alle prüfen, wo wir tatsächlich Trinkwasser einsetzen müssen – und wo wir es sparen können. Dann wird es gelingen, den Wasserverbrauch auch in dieser außergewöhnlichen Wetterphase auf einem akzeptablen Niveau zu halten.“ Nach dem Aufruf der Stadt Oldenburg, bei der Bewässerung von Jungbäumen die Stadtverwaltung in diesen Tagen zu unterstützen, äußert OOWV-Sprecher Heiko Poppen Verständnis für die Zwickmühle in der sich die Stadt zurzeit durch die Trockenheit befinde. Der Appell „Wasser sparen“ beziehe sich insbesondere auf die unnötige Bewässerung im privaten Rahmen.

Die Wasserwerke arbeiten aktuell zwar stabil, aber unter Volllast. Insbesondere zu den Zeiten des aktuell höchsten Wasserbedarfs – von 7 bis 10.30 Uhr und 16.30 bis 22 Uhr – wird das Leitungsnetz stark beansprucht. Das kann zu einem bemerkbaren Druckabfall führen. Es können auch Trübungen des Trinkwassers vorkommen. Sie werden durch gesundheitlich unbedenkliche Partikel von Eisen und Mangan hervorgerufen, die sich bei den veränderten Strömungsverhältnissen in den Leitungen lösen. Kundinnen und Kunden des OOWV können den Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 044 01 / 60 06 erreichen. Der Notdienst steht rund um die Uhr zur Verfügung.

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2 Kommentare

  1. Gonzo
    26. Juli 2018 um 22.35

    Seit wann ist denn der OOWV in der Stadt Oldenburg das Wasserversorgungsunternehmen ! Dort ist die EWE im Auftrag der VWG zuständig! Beide Unternehmen melden aber keine Probleme mit der ausreichenden Wasserversorgung !! Man sollte sich doch besser informieren.

  2. 27. Juli 2018 um 11.10

    Herzlichen Dank für den Hinweis, das stimmt natürlich. Aber in dem Artikel haben wir das nicht geschrieben.