Region

Oldenburger Land mit spannender Geschichte

Horst-Günter Lucke und Thomas Kossendey stellten das Buch Geschichte des Oldenburger Landes vor.

Horst-Günter Lucke (links) und Thomas Kossendey stellten das Buch „Geschichte des Oldenburger Landes“ vor.
Foto: Katrin Zempel-Bley

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Oldenburg (zb) – „Geschichte des Oldenburger Landes. Herzogtum, Großherzogtum, Freistaat“ lautet der Titel eines Buches, herausgegeben von Jörg Michael Henneberg und Horst-Günter Lucke im Auftrag der Oldenburgischen Landschaft, das heute offiziell vorgestellt wurde.

„Das Land Oldenburg ist ein starkes Stück Niedersachsen mit einer spannenden Geschichte“, fasste Thomas Kossendey, Präsident der Oldenburgischen Landschaft, den Inhalt des Buches zusammen. Das Oldenburger Land sei bis heute eine feste Größe, wenn es um die regionale Identität der Oldenburger geht, meinte er. „Gleichwohl ist das Wissen um die eigene Geschichte nicht ausgeprägt“, gab Kossendey zu bedenken. Das Buch sei ein informatives Werk zur jüngeren Geschichte, gut lesbar, verständlich geschrieben und auf wissenschaftlichen Grundlagen fußend.

Die Zeit seit 1773/74, also die Zeit des Herzogtums, des Großherzogtums und des Freistaates Oldenburg, der 1946 im Land Niedersachsen aufgegangen ist, waren prägende Jahre für das Oldenburger Land. Genau diesem Zeitraum widmet sich die „Geschichte des Oldenburger Landes“. Sieben Autoren beleuchten ganz unterschiedliche Aspekte. Da geht es um die territoriale Entwicklung des Oldenburger Landes von der Grafenzeit bis ins 20. Jahrhundert, um das Herzogtum und Großherzogtum Oldenburg von 1773 bis 1918, um die russische Nebenlinie des Hauses Oldenburg und die engen Beziehungen der Oldenburger zu Russland.

Schließlich wird die Entwicklung vom Großherzogtum zum niedersächsischen Verwaltungsbezirk dargelegt, ein Kapitel befasst sich mit den Eisenbahnen des Großherzogtums und ein weiteres mit dem Oldenburger Klassizismus. Schließlich erfahren die Leser, was vom Großherzogtum Oldenburg übrig geblieben ist. Es werden Wirtschaftsunternehmen vorgestellt, deren Wurzeln weit in die oldenburgische Geschichte reichen.

Das 290 Seiten umfassende Buch ist reich bebildert und konnte auch deshalb entstehen, weil Horst-Günter Lucke, Ehrenpräsident der Oldenburgischen Landschaft, das möglich gemacht hat. Er wünschte sich zu seinem 75. Geburtstag Spenden für dieses Buch. Ihn habe interessiert, warum das Oldenburger Land so ist, wie es ist. Nämlich politisch, wirtschaftlich und kulturell sehr gut aufgestellt, erklärte Lucke bei der Präsentation. „Die Menschen im Oldenburger Land sind bekennende Niedersachsen, aber gefühlte Oldenburger. Wir tun doch immer noch so, als wären wir ein eigenständiges Land“, meinte er mit einem verschmitzten Lächeln.

Das Buch „Geschichte des Oldenburger Landes“ ist im Aschendorff Verlag, Münster, ISBN 978-3-402-12942-5, erschienen und kostet 24,80 Euro.

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