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Vom Dorfladen bis zur Kulturscheune

nlässlich des 8. Genossenschaftstages Weser-Ems in Rastede trafen sich Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt, die Verbandsdirektoren des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems Georg Litmathe und Johannes Freundlieb sowie GVWE-Abteilungsleiter Harald Lesch.

Anlässlich des 8. Genossenschaftstages Weser-Ems in Rastede trafen sich Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt, die Verbandsdirektoren des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems Georg Litmathe und Johannes Freundlieb sowie GVWE-Abteilungsleiter Harald Lesch (von links).
Foto: Genossenschaftsverband

Rastede (zb/pm) Welche Lösungen kann es für das soziale Zusammenleben insbesondere vor dem Hintergrund der sich verändernden gesellschaftlichen Strukturen geben? Dies war die Kernfrage auf dem 8. Genossenschaftstag Weser-Ems in Rastede, der die Sozialgenossenschaften in den Mittelpunkt der Veranstaltung rückte.

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Genossenschaften haben in der Vergangenheit stark an Bedeutung gewonnen. Besonders die Bereiche der Nahversorgung, der sozialen und kulturellen Einbindung sowie das Angebot von sozialen Dienstleistungen sind mit immer neuen Herausforderungen für die Gesellschaft verbunden. Weitere Aspekte sind gemeinschaftliche Wohnformen für Jung und Alt, eine gute verlässliche medizinische Versorgung und ein attraktives kulturelles Angebot sowie Bildungsangebote.

„Genossenschaften haben Tradition und Zukunft. Sie leisten gute Dienste, wenn die funktionierende soziale Infrastruktur an manchen Stellen langsam wegbricht“, erklärte Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt. „Die Menschen legen Wert auf Nachhaltigkeit, Stabilität, Insolvenzsicherheit und natürlich das gemeinschaftliche Tragen des unternehmerischen Risikos. Gerade im ländlichen Bereich können Genossenschaften zum Beispiel die Daseinsvorsorge von und für Probleme im Rahmen des demografischen Wandels leisten.“

Als Beispiel nannte die Ministerin Dorfläden, Sozialkaufhäuser, Dorfgemeinschaftshäuser und Sportstätten, Seniorenwohnheime, Kulturscheunen oder Dorfkneipen. Ziel der Landesregierung sei es, das Genossenschaftswesen und seine weitere Entwicklung, insbesondere die Sozialgenossenschaften, zu stärken.„Wir werden in Zusammenarbeit mit den Ressorts, den Genossenschaftsverbänden, der NBank und weiteren Beteiligten Informationen über Fördermöglichkeiten für Sozialgenossenschaften erarbeiten und bekannt machen“, erklärte Rundt.

„Um diese für viele Kommunen wirklich großen Herausforderungen in den verschiedenen Bereichen zu meistern, müssen sich alle Beteiligten engagieren. Die aus meiner Sicht einzige Lösung liegt im Dialog mit den Bürgern, den Kommunen, Vereinen und Unternehmen. Für das gemeinsame bürgerschaftliche Engagement bietet die Genossenschaft den idealen Rechtsrahmen“, meint Verbandsdirektor Georg Litmathe vom gastgebenden Genossenschaftsverband Weser-Ems.

„Wir möchten lösungsorientierte genossenschaftliche Modelle vorstellen, mit denen vor Ort neue Wege im bürgerlichen Engagement mit einer sozialen Zielsetzung dauerhaft beschritten werden können“, sagte Abteilungsleiter Harald Lesch.

Auf großes Interesse bei den zahlreiche Vertretern von Kommunen, Landkreisen und Wirtschaftskammern stießen die Unternehmenspräsentationen. Dazu gehörte unter anderem die „Willkommen in Sögel eG“, die Wohnraum für Flüchtlinge und andere Personen mit dringendem Wohnraumbedarf gebaut hat, die HunteWoGen eG aus Oldenburg, deren Ziel es ist, eine denkmalgeschützte Siedlung in ihrer Ursprünglichkeit zu bewahren und zugleich bezahlbaren Wohnraum anzubieten sowie die Genossenschaft Dorfgemeinschaftshaus Neustadt, die eine Gaststätte wiederbelebt hat.

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