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Corona: Terminvergabe für Impfungen startet

Menschen aus Niedersachsen können ab 28. Januar einen Impftermin vereinbaren oder sich auf eine Warteliste für einen Termin setzen lassen.

Ab morgen werden die ersten 15.000 Impftermine vergeben.
Foto: Prostock-studio

Niedersachsen (am/pm) Menschen aus Niedersachsen, die 80 Jahre und älter sind, können ab Donnerstag, 28. Januar, 8 Uhr einen Impftermin vereinbaren oder sich auf eine Warteliste für einen Termin setzen lassen. Die Landesregierung rechnet mit einem großen Ansturm auf die wenigen vorhandenen Termine und bittet um Geduld.

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Die Terminvereinbarungen können dabei auf zwei Wegen erfolgen: Zum einen können impfberechtigte Personen unter der Telefonnummer 0800 9988665 anrufen und dort telefonisch einen Termin buchen. An der Hotline sitzen insgesamt rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Anruferinnen und Anrufer durch den Buchungsprozess führen. Hier besteht auch die Möglichkeit, sich auf die Warteliste setzen zu lassen.

Zum anderen können unter www.impfportal-niedersachsen.de eigenständig freie Termine gebucht werden, sofern diese zur Verfügung stehen. Hier wird es in einigen Tagen eine Warteliste geben.

Nicht genügend Impfstoff

Die Landesregierung weist darauf hin, dass nicht genügend Impfstoff nach Deutschland und damit auch nach Niedersachsen geliefert wird. Deshalb können nicht alle Impfzentren sofort Termine anbieten. Die Zahl der vor Ort bereitgestellten Termine hängt zudem davon ab, wie weit die jeweiligen Impfzentren mit der Impfung der Bewohnerinnen und Bewohner der Alten- und Pflegeheime im eigenen Einzugsbereich sind. Wo noch nicht alle Einrichtungen von mobilen Teams aufgesucht werden konnten, müssen mindestens 50 Prozent der gelieferten Impfdosen weiterhin für diesen Bereich eingesetzt werden.

15.000 Termine

#Das Land liefert im Laufe der nächsten Woche alle 31.590 für die Erstimpfung zur Verfügung stehenden Impfdosen aus, sodass zunächst also maximal rund 15.000 Termine in bis zu 30 der 50 Impfzentren angeboten werden können. Die Impfzentren tragen die vor Ort zur Verfügung stehenden Termine eigenständig in das Buchungssystem ein, die Vergabe erfolgt zentral über die Hotline und das Onlineportal des Landes. „Allein zur Gruppe der impfberechtigten Personen über 80 gehören landesweit rund 550.000 Menschen. So lange Niedersachsen nicht regelmäßig deutlich mehr Impfstoff erhält, wird es leider nicht möglich sein, die Zahl der Termine schon kurzfristig deutlich zu erhöhen“, so Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann. Jede und jeder, der berechtigt ist und geimpft werden möchte, werde auch einen Termin erhalten. Die allermeisten allerdings nicht schon innerhalb der nächsten Tage.

Ablauf

Am Telefon werden Anruferinnen und Anrufer von einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin der Hotline durch die Anmeldung geführt: Es erfolgt zunächst eine Abfrage der Postleitzahl des Wohnorts der Impfberechtigten, damit ein Impfzentrum in der Nähe vorgeschlagen und ausgewählt werden kann. Es wird nur dann ein Impfzentrum genannt, wenn in der Region auch tatsächlich genug Impfstoff vorhanden ist und Termine vergeben werden können.

Nur wenn tatsächlich ein Impftermin ausgewählt werden kann, werden die persönlichen Daten (Name, Adresse, Geburtsdatum) und die bevorzugte Kontaktmöglichkeit für die Terminbestätigung (E-Mail oder Brief, gegebenenfalls die Handynummer) abgefragt und aufgenommen.

Wenn im regionalen Impfzentrum noch Termine zur Verfügung stehen, kann im nächsten Schritt ein Termin für die Erstimpfung gewählt werden. Der Termin für die unbedingt notwendige Zweitimpfung nach mindestens 21 Tagen wird dann automatisch festgelegt und reserviert. Die Uhrzeit des Zweittermins ist wählbar.

Nach der anschließenden Bestätigung des Termins im Portal wird automatische eine Terminbestätigung versandt, je nach gewählter Kontaktmöglichkeit als E-Mail oder als Brief.

Diese Terminbestätigung muss bitte unbedingt zum Termin mitgebracht werden. Sie enthält neben einem QR-Code für die Dokumentation im Impfzentrum auch eine Anfahrtsbeschreibung zum jeweiligen Impfzentrum und weitere Informationen.

Wer seine Handynummer angeben möchte, kann zudem eine Terminerinnerung per SMS auf sein Telefon erhalten, dies ist jedoch nicht zwingend erforderlich.

Warteliste

Im Zuge der Vergabe der Wartelistenplätze werden ebenfalls das gewünschte Impfzentrum und die persönlichen Daten der Impfberechtigten abgefragt. Darüber hinaus kann angegeben werden, welche Wochentage für einen zukünftigen Termin grundsätzlich in Frage kämen. Sobald ein freier Termin im gewählten Impfzentrum an einem der gewählten Tage zur Verfügung steht und die Person auf der Warteliste an der Reihe ist, erhält sie beide Impftermine vor Ort fest zugewiesen. Die Benachrichtigung erfolgt auch hier über en gewünschten Kontaktweg per E-Mail oder Brief. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass es für jede Anruferin und jeden Anrufer ausreicht, an der Hotline einmal „durchzukommen“.

Ambulante Pflegedienste

Impfberechtigte Personen, die nicht zur Gruppe der Personen gehören, die 80 Jahre und älter sind, also insbesondere die Beschäftigten von ambulanten Pflegediensten, können dann ab der nächsten Woche ebenfalls einen der verfügbaren Impftermine buchen. Nachdem die mobilen Teams alle Personen in den Alten- und Pflegeheimen geimpft haben, wird es darüber hinaus auch für die Beschäftigten der ambulanten Pflegedienste separate Impfangebote geben. Entsprechende Absprachen erfolgen dann zwischen den Impfzentren und den ambulanten Pflegediensten vor Ort.

UPDATE 28. Januar, 9.22 Uhr
Aktuell wird kein Impfstoff an die Impfzentren in der Stadt Oldenburg und im Landkreis Ammerland geliefert. Zurzeit ist Wilhelmshaven die nächste Anlaufstation. Das wird sich mit einer der kommenden Lieferungen aber ändern. Noch gibt es dafür aber keinen Termin, weil nicht klar ist, ob der Impfstoff wie geplant ausgeliefert werden kann.

UPDATE 28. Januar, 14.15 Uhr: Noch keine Termine im Oldenburger Impfzentrum
Bei der heute gestarteten Vergabe von Impfterminen für die Altersgruppe 80 und älter, ist das Impfzentrum Oldenburg noch nicht berücksichtigt worden. Grund sind ausstehenden Lieferungen, Oldenburg wird derzeit in der Verteilung des Landes nicht berücksichtigt. Wer also auf der Hotline des Landes anruft, wird noch keinen Impftermin für Oldenburg bekommen. Diese stehen derzeit noch nicht zur Verfügung. Stattdessen wird auf die Nachbarkreise (Wesermarsch und Oldenburg) verwiesen. Aktuell ist angekündigt, dass zum Anfang der nächsten Woche die Liefertermine für die Zeit vom 8. bis 19. Februar mitgeteilt werden. Sobald diese Listen vorliegen, können Impftermine im Impfzentrum Oldenburg angeboten werden.

In der Terminvergabe des Landes kam es heute früh zu einer sehr hohen Nachfrage, dem das System nicht gewachsen war. Etwa 700.000 Anrufe wurden in der ersten Stunde bei der Hotline registriert.

In dem Online-Portal des Landes gab es sehr wenige Termine, die buchbar waren. Nach der Eingabe der eigenen Postleitzahl wurden dann die Impfzentren angezeigt, die freie Termine melden konnten. Das Impfzentrum der Stadt Oldenburg war nicht aufgeführt.

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