Oldenburg

Zirkus Charles Knie: Menschen, Tiere, Sensationen

Extrem-Klischnigger Cesar Pindo.

Bitte nicht nachmachen! Der Extrem-Klischnigger Cesar Pindo.
Foto: Zirkus Charles Knie

Oldenburg (am/pm) Einer der letzten großen Zirkusse kommt mit seiner aktuellen Show für ein Gastspiel nach Oldenburg. Vom 28. April bis zum 3. Mai heißt es für den Zirkus Charles Knie an den Weser-Ems Hallen „Manege frei!“. Mit einem neuen Programm, einer Mischung aus Show und Theater, Tanz und Gesang, werden die Artisten, Tierlehrer, Sänger und Clowns das Publikum unterhalten.

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Artisten aus aller Welt

Die Truppe Flying Wulber zeigt in Oldenburg den dreifachen Salto-Mortale.

Die Truppe „Flying Wulber“ zeigt den dreifachen Salto-Mortale.
Foto: Zirkus Charles Knie

Das Ensemble ist entsprechend international besetzt. Sie kommen aus Russland, Polen, Bulgarien, Ukraine, Italien, Ecuador, Australien, England, Portugal, Chile, Venezuela und Deutschland. Die weiteste Anreise hatten die Mitglieder der Truppe Messoudi aus Australien, sie zeigen eine Handstandnummer. Die Truppe „Flying Wulber“ aus Italien kommt mit dem Flugtrapez. Der legendäre dreifache Salto-Mortale gehört zu ihrem Programm. Der Extrem-Klischnigger Cesar Pindo aus Ecuador verblüfft mit dem Verbiegen seines Körpers. Auch alle weiteren Künstler, Artisten, Musiker und Tänzerinnen des großen Ensembles sind in der Zirkusszene bekannte und beliebte Gesichter – allesamt preisgekrönt auf vielen hochkarätigen Zirkusfestivals rund um den Globus.

Ausgezeichnete Tierlehrer

Neu hinzugestoßen zum Ensemble ist in diesem Jahr der deutsche Tierlehrer Jochen Träger-Krenzola. Seine Dressuren mit Hunden, Ziegen, Katzen, Zwergenten, Füchse, Laufenten, Minischweinen, Truthähnen, Gänse, Papageien und Tauben gelten in der Zirkuswelt als einzigartig. Für seine Leistungen auf dem Gebiet der alternativen und humanen Tierdressuren wurde Jochen Träger-Krenzola auf vielen Festivals ausgezeichnet, unter anderem war auch er erfolgreicher Teilnehmer des „Internationalen Circusfestivals von Monte Carlo“.

Tierlehrer Marek Jama des Zirkus Charles Knie.

Tierlehrer Marek Jama wurde auf dem „41. Zirkusfestival von Monte Carlo“ mit dem „Silbernen Clown“ geehrt.
Foto: Zirkus Charles Knie

Darüber hinaus gehören zahlreiche hauseigenen Tiere zum Zirkus Knie. Pferde, Miniponys, Zebras, Kamele, exotische Rinder, Lamas und sogar Kängurus werden von Tierlehrer Marek Jama bereits seit Jahren liebevoll betreut, ausgebildet und in der Manege präsentiert. Für seine herausragenden Dressurleistungen wurde Marek Jama in diesem Jahr auf dem „41. Zirkusfestival von Monte Carlo“ mit dem „Silbernen Clown“ geehrt.

Clowns sind das Salz in der Zirkus-Suppe

Henry – Prince of Clowns kommt erstmals nach Deutschland.

„Henry – Prince of Clowns“ kommt erstmals nach Deutschland.
Foto: Zirkus Charles Knie

Wirklich gute Clowns sind selten, und auf der Suche nach dem wirklich Außergewöhnlichen muss man manchmal auch weite Reisen unternehmen. Fündig geworden sind die Zirkusmacher in Venezuela. In Südamerika ist er ein Star, nicht umsonst wurde ihm von einem begeistertem Publikum der Titel „Prince of Clowns“ verliehen. Erstmalig tritt Henry nun in einer deutschen Manege auf. „Der Venezolaner ist alles, nur nicht altbacken. Er revolutioniert die Clownerie“, teilt der Zirkus mit.

Zirkusgeschichte

Der Tierlehrer Charles Knie, ein Vetter der bekannten Schweizer Zirkusdynastie Knie, gründete 1995 gemeinsam mit seiner Frau Doriana den in Deutschland reisenden Zirkus Charles Knie. Während der Großteil des Programms durch die eigene Familie gestaltet wurde, machte sich der Zirkus vor allem auch einen Namen als „magischer Zirkus“, da neben den Darbietungen in der Manege auch Großillusionen auf einer Varietébühne präsentiert wurden. 2006 beschloss Charles Knie seinen Zirkus zu verkaufen und sich seinen Kindheitstraum – einen eignen Tierpark in Australien – zu erfüllen. Als Charles Knie einen würdigen Nachfolger für seinen Betrieb gefunden hatte, verließ er gemeinsam mit seiner Familie Deutschland und wanderte nach Australien aus, wo er noch heute erfolgreich seinen Tierpark betreibt. Sascha Melnjak, der 2007 den Zirkus Charles Knie übernahm, hatte nun auch die Gelegenheit sich seinen Kindheitstraum – ein eigener saisonaler Zirkusbetrieb – zu erfüllen. Der Stuttgarter Kaufmann war ein Quereinsteiger in die Zirkusbranche und bleibt bis heute im Hintergrund der Manege – also ein untypischer Zirkusdirektor, ohne Frack und Zylinder, aber mit viel Erfahrung in der Zirkuswelt.

Vorstellungen in Oldenburg

Gastspiel vom 28. April bis 3. Mai
Freitag, Samstag und Dienstag, 16 und 19.30 Uhr
Sonntag und Montag (1. Mai), 11 und 15 Uhr
Mittwoch, 16 Uhr
Freitag, 28. April, 16 Uhr: Familienvorstellung, 10 Euro auf allen Plätzen, Loge 15 Euro
Tierschau: Freitag, Samstag, Dienstag, von 10 bis 13 Uhr und in den Vorstellungspausen

Tickets gibt es zum Preis von 12 bis 34 Euro unter www.zirkus-charles-knie.de, bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder telefonisch unter 01 71 / 946 24 56 sowie am 28. April täglich ab 10 Uhr an den Zirkuskassen. Für Kinder unter drei Jahren ist der Eintritt frei. Der Besuch der Tierschau kostet 4 Euro.

Kartenverlosung für den Zirkus Charles Knie

Die OOZ-Redaktion verlost zehnmal zwei Freikarten für die Vorstellung am 28. April, 19.30 Uhr. Interessierte senden bitte bis zum 25. April eine E-Mail mit dem Betreff „Zirkus Charles Knie“ an info@oldenburger-onlinezeitung.de. Die Gewinner werden von uns am 26. April informiert, die Tickets liegen dann an der Abendkasse bereit. Viel Glück!

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1 Kommentar

  1. W. Lorenzen-Pranger
    18. April 2017 um 17.04

    …und hoffentlich wird man da nicht wieder von selbsternannten „Tierschützern“ belästigt, die zwar keine Ahnung haben aber grundsätzlich alles besser wissen. Circus ist ein Kulturgut, das leider an der Interessenlosig an der Vielfalt unserer gewachsenen Kultur kaputt zu gehen droht.
    Immerhin verbleiben derzeit in Europa von weit über eintausend Clowns, die ihre individuelle Maske und damit ihren Charakter schützen ließen, heute mal gerade noch etwas über einhundert. Die Geschichte der Clowns ist in großen Teilen am Anfang grausam, aber Spaßmacher der artistischen Art, und das sind die Clowns heute schon seit Keaton oder Chaplin, werden wir eines Tages noch schmerzlich vermissen. Die sind durch meist komplett talentfreie „Comedian“ vom Schlage eines brachialen und billigen Witzerecyclers wie Markus Krebs (selbst im Karneval von seriösen Vereinen gemieden) oder Mario Barth nämlich wahrhaft nicht zu ersetzen.