Thomas Roth: Vortrag über mutige Journalistin

Tagestehemen-Moderator Thomas Roth kommt nach Oldenburg, umüber Journalismus, Presse- und Meinungsfreiheit in Russland zu sprechen.

Tagestehemen-Moderator Thomas Roth kommt nach Oldenburg, umüber Journalismus, Presse- und Meinungsfreiheit in Russland zu sprechen.
Foto: NDR / Thorsten Jander (M)

Oldenburg / zb / pm – Tagestehemen-Moderator Thomas Roth kommt am 16. November um 19 Uhr auf Einladung des Staatstheater-Freundeskreises nach Oldenburg, um über den Mord an der russischen Reporterin Anna Politkowskaja vor zehn Jahren sowie über Journalismus, Presse- und Meinungsfreiheit in Russland zu sprechen. Anlass des Vortrags ist die deutschsprachige Erstaufführung des Schauspiels „Eine nicht umerziehbare Frau“ über Anna Politkowskaja von Stefano Massini, das ab 12. November in der Exerzierhalle zu sehen ist. Wegen der großen Nachfrage wurde die Veranstaltung jetzt in das Große Haus des Oldenburgischen Staatstheaters verlegt. Die Vorführung von „Buddenbrooks“ fällt deshalb aus.

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Anna Stepanowna Politkowskaja

Anna Stepanowna Politkowskaja war eine der bekanntesten kritischen Journalistinnen in Russland. Mutig und unermüdlich schrieb sie gegen das Verschwinden von Presse- und Meinungsfreiheit, gegen Korruption, Machtmissbrauch und Kriegsverbrechen in Tschetschenien an. Am 7. Oktober 2006 wurde sie im Fahrstuhl zu ihrer Moskauer Wohnung erschossen aufgefunden. Der mutmaßliche Mörder und seine angeblichen Komplizen wurden 2014 vom Moskauer Stadtgericht zu Haftstrafen verurteilt. Nach Ansicht unabhängiger Beobachter sind im Prozess jedoch viele Fragen offengeblieben. Die Hintergründe des Verbrechens sind bis heute weitgehend ungeklärt.

Thomas Roth

Roth war neun Jahre ARD-Moskau-Korrespondent und kannte Anna Politkowskaja persönlich. Der 63-Jährige hat die Repressalien gegen kritische Journalisten und die Beschränkung der Meinungsfreiheit in Russland selbst erlebt und unterhält nach wie vor gute Kontakte dorthin. Er hat mehrere Bücher über Russland geschrieben und zahlreiche Reportage-Reisen im Land unternommen. Er engagiert sich zudem als Mitglied der Organisation Reporter ohne Grenzen.

Nach seinem Vortrag wird es eine Diskussion mit dem Publikum geben. Karten gibt es ab 22. September für fünf Euro an der Kasse des Staatstheaters.

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