Oldenburg

Stadtfest Oldenburg: Drei Tage außer Rand und Band

Am kommenden Donnerstag beginnt das Stadtfest. Drei Tage lang werden die Oldenburger und ihre Gäste wieder kräftig feiern.

Am kommenden Donnerstag beginnt das Stadtfest. Drei Tage lang werden die Oldenburger und ihre Gäste wieder kräftig feiern.
Foto: Peter Porikis

Oldenburg (am/pm) Musikfestivals gibt es viele – doch das Oldenburger Stadtfest, das von Donnerstag, 29. August, bis Samstag, 31. August, stattfindet, ist das mit Abstand größte im Nordwesten: Keine andere Veranstaltung kann bei 80 Livebands, 30 DJs und mehr als 300.000 Besuchern mithalten. Von Schlager über Pop und Rock bis hin zu Ska, Heavy Metal, Hip Hop, Elektro- und House-Musik reicht das Repertoire auf den 18 Bühnen, die sich in der gesamten Fußgängerzone verteilen.

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„Ein Dutzend Bühnen ist für Livebands reserviert“, erläutert Stadtfestchefin Janet Lüschen das Konzept. „Wir haben natürlich große Coverbands dabei, aber auch viel Independent-Musik, was die unterschiedlichsten Stile nach Oldenburg bringt“. Sie ist stolz, dass mittlerweile Bands aus der ganzen Welt nach Oldenburg kommen, weil sich auf großen Festivals die musikalische Qualität herumgesprochen hat. Beim diesjährigen Stadtfest sind Bands und Musiker u.a. aus Australien, Mexiko, Indien, Norwegen, Schweden, England oder Russland und anderen Nationen gebucht, teils werden die einzelnen Bühnen jeden Abend für bis zu acht verschiedene Bands umgebaut.

„Internationale Kulturbühne“

Auch die „Internationale Kulturbühne“ wird wieder in der Langen Straße aufgebaut: Seit einigen Jahren treten hier die unterschiedlichsten Bands aus verschiedenen Nationen auf, die teils vor dem großen Durchbruch stehen, ihn aber auch teils schon geschafft hätten und europa- oder sogar weltweit bei großen Festivals antreten, so die Veranstalter.

Veränderungen beim Stadtfest 2019

Zu dieser Entwicklung passt auch die neue Strategie der Jever-Brauerei: Während sie früher beim Stadtfest mit DJs auf dem „Jeverturm“ am Waffenplatz präsent war, wird sie dieses Jahr erstmals eine Bühne ohne DJs, dafür mit Livemusik präsentieren: Die „Jever Live Bühne“, bekannt von großen Festivals, steht während des Stadtfestes am Julius-Mosen-Platz. Die Lücke am Waffenplatz haben die Stadtfest-Veranstalter natürlich aufgefüllt: Auf dem neu gepflasterten Platz wird erstmals die „Energy Bremen Festival Stage“ stehen: eine mit Special Effects ausgestattete DJ-Bühne.

Erstmals mit Schlagermeile

Die Kurwickstraße wird zwischen der Langen Straße und Mottenstraße beim Stadtfest drei Tage lang zur bunten Partystraße umgestaltet. In der Mitte der Straße wird die Bühne stehen, auf der die DJs bis in die Nacht ausschließlich Schlager auflegen, außerdem gibt’s Livemusik, etwa von Jack Gelee: Der durchgeknallte, goldene Partysänger war einer der Newcomer im Megapark auf Mallorca und an der Playa de Palma.

Neu: Hip Hop Bühne

Ebenfalls neu beim Stadtfest 2019 ist eine eigene Hip Hop Bühne: Mehrere Hip Hop-DJs der Region haben sich zusammengetan und präsentieren beim Stadtfest ihre „One Love“-Party in der Heiligengeiststraße.

Großer Streetdance-Contest

Sportlich wird es Samstagvormittag auf dem Marktplatz, wo wie in den Vorjahren ein großer Streetdance-Contest stattfindet.

Kinderstadtfest

Am Samstag findet tagsüber an verschiedenen Ort der Innenstadt Programm für Kinder statt. Auf der Bühne am Lefferseck gibt es einen bunten Spielplan zum Mitmachen und Zuschauen, dazu Angebote wie z.B. kostenloses Kinderschminken, Dosenwerfen und vieles mehr. Erstmals gibt es in den Schlosshöfen ein buntes Kinderprogramm und eine gesunde Kinder-Kochaktion bei „Kochen am Schloss“. Außerdem wieder die tolle Kinderbaustelle in der Ritterstraße, wo Kinder Straßen pflastern oder mit echten Baggern schaufeln können.

Kirche macht Stadtfest

„Kirche für Kids“ ist das Angebot mehrerer Oldenburger Kirchengemeinden, das ebenfalls Samstag auf der Marktplatz-Bühne um 16 Uhr stattfindet, bevor es um 17 Uhr „Kirche to go“ heißt, wenn Oldenburgische Kirchen Kurz-Gottesdienste, Musik und spannende Action bieten.

„Kochen am Schloss“

Auch in diesem Jahr wird parallel zum Oldenburger Stadtfest auf dem Schlossplatz wieder live gekocht – dieses Mal sogar noch einen Tag länger als bisher. „Kochen am Schloss“ beginnt wie in den Vorjahren schon einen Tag vor dem Stadtfest (Mittwoch, 28. August), wird jedoch in diesem Jahr erstmalig um einen Tag verlängert (Sonntagabend, 1. September). Neu ist auch der Aufbau der Veranstaltung: Erstmals wird das Koch-Event im Halbkreis um das Schloss aufgebaut, so dass Besucherinnen und Besucher auf der Schlosswiese essen und trinken, sitzen und chillen können.

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2 Kommentare

  1. Markus
    2. September 2019 um 16.57 — Antworten

    Drei Tage Kampfsaufen und -fressen wieder glücklich überstanden. Glücklich? Nein, denn überall auf den Radwegen sieht man die zerdepperten Flaschen dieser Drogenkonsumenten. Wenn ich so einen Idioten auf frischer Tat erwische läuft der, nachdem ich ihm die Visage eingeebnet habe, barfuss im Kurztritt durch seine angerichtete Sauerei, bis seine Fusssohlen die Scherben komplett aufgenommen haben.
    Ja, Strafe muss weh tun. Sonst gibt es keinen Lerneffekt.

    • W. Lorenzen-Pranger
      3. September 2019 um 20.07 — Antworten

      Naja, dass das Konzept gescheitert ist sah man ja an den durch Buden verminderten Raum vor den Bühnen. Wie beim Kultursommer erwartet man gar nicht mehr so viel Besucher wie vor Jahren noch. Schade eigentlich, aber wer die mindesten Grundregeln nicht kennt, muss sich eben mit dem Rest-Publikum bescheiden – zu ihrem und meinem Leidwesen…

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