Nachrichten

Rotes Kreuz fordert geschützte Notoperationssäle in Krankenhäusern

via dts Nachrichtenagentur

Krankenhäuser müssen nach Ansicht des Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Hermann Gröhe, für einen Verteidigungsfall besser ausgerüstet werden. Er habe vor Kurzem in Israel das Krankenhaus der Ben-Gurion-Universität besucht, sagte Gröhe der „Rheinischen Post“. „Es hält in geschützten Kellerräumen Notoperationssäle vor. So sollte es auch bei uns in bestimmten Krankenhäusern sein.“

„Wir müssen in einem bewaffneten Konflikt vor allem auch handlungsfähig bleiben“, so Gröhe. „Krankenhäuser müssen beispielsweise so eingerichtet werden, dass sie im Ernstfall weiter die Gesundheitsversorgung sicherstellen können.“

Zugleich beklagte Gröhe eine wachsende Zahl an Angriffen auf Helfer in Krisengebieten. „Es gibt eine unglaubliche Verrohung. Humanitäre Einsatzkräfte sind immer häufiger Opfer gezielter Angriffe.“ So berichteten viele Organisationen von Attacken auf gekennzeichnete Fahrzeuge oder auf ihre Krankenhäuser. „Die humanitäre Hilfe wird zu wenig geschützt, das humanitäre Völkerrecht verletzt und ausgehöhlt. Das ist eine Entwicklung, der wir uns entgegenstellen müssen“, sagte Gröhe.

Anzeige

dts Nachrichtenagentur

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Vorheriger Artikel

Wissing glaubt nicht an FDP-Comeback

Nächster Artikel

Ex-SPD-Chef Gabriel warnt vor Feiertagsdebatte

1 Kommentar

  1. Markus
    30. Dezember 2025 um 13.51 — Antworten

    Was nützen diese, wenn Krankenhäuser mit schwersten Waffen dem Erdboden gleichgemacht werden, ohne Patienten und Personal vorher die Chance zur Evakuierung zu geben? Wenn die Angreifer direkt in die Krankenhäuser stürmen und Patienten, Pfleger und Ärzte einfach exekutieren? Und dies wiederholt durchziehen, wohlwissend, dass sie von ihrem Regime beschützt werden und sich dieses um internationale Proteste einen feuchten Kehricht schert?

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.