Oldenburg

Ausstellung zum Klimawandel im Alpenraum

Der Klimawandel ist in den Alpen an vielen Orten bedrohlich sichtbar.

Der Klimawandel ist in den Alpen an vielen Orten bedrohlich sichtbar. Das zeigt die Ausstellung „KLIMAwandel klimaSCHUTZ“.
Foto: Steffen Zahn; Lizenz: CC BY 2.0

Oldenburg (am/pm) Der Klimawandel wächst sich zu einer der größten Bedrohungen der Menschheit aus und wird in den sensiblen Lebensräumen der Alpen an vielen Orten bedrohlich sichtbar. Feststellungen, die den Deutschen Alpenverein (DAV), Sektion Oldenburg, und die NABU-Bezirksgruppe Oldenburger Land dazu veranlasst haben, eine der bemerkenswertesten Ausstellungen zu diesem Thema nach Oldenburg zu holen: Vom 5. Februar bis 1. März wird die Ausstellung „KLIMAwandel klimaSCHUTZ“ im Schlauen Haus am Schlossplatz zu sehen sein. Der Eintritt ist frei.

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„In der Ausstellung wird verdeutlicht, wie weit der Klimawandel bereits fortgeschritten ist“, sagte Werner Kaltenborn, 1. Vorsitzender der DAV-Sektion Oldenburg. „Der Alpenraum ist einer der attraktivsten und beliebtesten Landschaftsräume weltweit mit seinen sensiblen Lebensräumen. Eben diese Beliebtheit spüren wir auch als DAV sehr stark an den stetig wachsenden Mitgliederzahlen, an der Zunahme der Bergsportinteressierten und einer regelrechten Renaissance des Bergwanderns.“ Immer mehr Menschen seien über die heute schon zu sehenden drastischen Veränderungen in den Alpen entsetzt. Schwindende Gletscher, deren Zungen immer kürzer werden, Starkregenereignisse, Steinschlag durch den in größere Höhen weichenden Permafrost, Murenabgänge und Lawinenhäufungen sprächen eine deutliche Sprache, so Kaltenborn. „Ein ‚Weiter so‘ wird es nicht geben können, wenn der Mensch und die anderen Mitgeschöpfe überleben wollen.“

NABU-Bezirksgeschäftsführer Rüdiger Wohlers ergänzte, „dass man anhand dieser eindrucksvollen Ausstellung die Warnzeichen deutlich erkennen kann. Das Leugnen des Klimawandels, wie es sich manche Zeitgenossen herausnehmen, gehört wohl zu den dümmsten und dreistesten ‚Fake-News‘ überhaupt. Die alpinen, besonders sensiblen Lebensräume sind drastische Anzeiger dessen, was bereits eingetreten ist und machen deutlich, welche Gefahren noch lauern, wenn nicht konsequent in allen gesellschaftlichen Bereichen umgesteuert wird, um die Aufheizung der Atmosphäre zumindest zu verlangsamen – die Zeit läuft davon“, mahnte der NABU-Geschäftsführer. „Dass es gerade den so beliebten Alpenraume mit seiner Idylle trifft, ist eine Ironie der Ereignisse – der Alpenraum steht jedoch nur stellvertretend.“ Auch in den Weltmeeren, in den Wäldern rund um den Blauen Planeten, an den Rändern der sich ausbreitenden Wüsten und nicht zuletzt vor der Haustür sei dies ständig sichtbar.

Ausstellungseröffnung „KLIMAwandel klimaSCHUTZ“

Die Eröffnung findet am 5. Februar um 16 Uhr mit einem spannenden wie aufrüttelnden Vortrag des Sprechers der NABU-Klimaschutz-AG, Martin Heinze (Varel), unter dem Titel „Hört auf mit der Vermüllung der Atmosphäre – Über die Klimaverantwortung jedes Einzelnen“ statt. 2015 haben die Regierungen von 195 Staaten im Klimavertrag von Paris festgelegt, dass die Menschheit möglichst schnell damit aufhören muss, ihren gasförmigen Müll in die Atmosphäre zu entsorgen. Verlangt werden Maßnahmen in jedem Staat, von der Regierung über die Kommunen bis zu jedem einzelnen Haushalt, um die Erwärmung der Erde in einem halbwegs erträglichen Rahmen zu halten. Da alle Menschen – die einen allerdings sehr viel mehr als die anderen – Teil des Problems sind, müssen sie auch Teil der Lösung werden. Was die Energiewende für den Einzelnen bedeutet, was „Decarbonisierung“ bis 2050 in den Grundzügen mit sich bringt, das ist Inhalt des Vortrags von Martin Heinze. Und er zeigt: Das Ziel, dass jeder Einzelne Klimaverantwortung übernimmt und damit in der Konsequenz im energetischen Bereich CO²-frei wird, ist bereits heute erreichbar.

Die Ausstellung ist von Montag, 5. Februar, bis Donnerstag 1. März , jeweils von 8 bis 18 Uhr im Schlauen Haus am Schlossplatz zu besichtigen (am 1. März nur bis 12 Uhr).

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