Oldenburg

„Der Katholische Bahnhof“ von Irmin Burdekat als Hörbuch

„Der katholische Bahnhof“ ist auch bald als Hörbuch erhältlich. Tonstudio Inhaber Peter Patzer (von links), Synchronsprecher Meik Spallek und Autor Irmin Burdekat beim Vertonen in den Bekegg Studios.

„Der katholische Bahnhof“ ist auch bald als Hörbuch erhältlich. Tonstudio Inhaber Peter Patzer (von links), Synchronsprecher Meik Spallek und Autor Irmin Burdekat beim Vertonen in den Bekegg Studios.
Foto: Sabine Patzer

Oldenburg (cb/pm) Der Autor und Gastronom Irmin Burdekat pendelt seit Jahren zwischen Deutschland und Kanada, der Heimat seiner Frau, hin und her. Eine deutsch-kanadische Liebesgeschichte erzählt auch sein aktuellstes Buch. „Der Katholische Bahnhof“ wird nun als Hörbuch erscheinen – gesprochen von Meik Spallek. Eine Kostprobe gibt es heute vom Autor persönlich: Er liest ab 20 Uhr im Theater Laboratorium Oldenburg.

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„Der Katholische Bahnhof“ ist bereits das dritte Werk von Autor Irmin Burdekat. Die Hörbuchaufnahme wurde in dem Tonstudio von Peter Patzer (Bekegg Studios) in Rastede aufgezeichnet – mit der Stimme von Synchronsprecher Meik Spallek. Nach erfolgreicher Aufzeichnung folgt im Theater Laboratorium eine Lesung des Buches. Irmin Burdekat liest heute, 4. Oktober, um 20 Uhr aus seinem dritten Buch „Der Katholische Bahnhof“ vor.

Der Katholische Bahnhof

Ronald – gescheiterter Akademiker – ist Wirt im „Katholischen Bahnhof“. Da er eine Kneipenzeitung herausgibt („Die Thekenschlampe“), bekommt er eines Tages den Auftrag für eine Firmen- und Familiensaga. „Alter, schreib mal was Fettes á la Buddenbrooks!“ Er entdeckt bei seinen Recherchen eine über 43 Jahre gehende Liebesgeschichte und erzählt diese mit Witz und entgegen dem gestellten Auftrag. Die Geschichte läuft zwischen Deutschland und Kanada (aus dem Ruder). Große Gefühle und kleine Geister sind am Werk. Happy End? Nicht für alle!

Irmin Burdekat über sich selbst

„Wer was wird, wird Wirt – und wer das verpasst, bleibt Gast“. Auf diese Binsenweisheit muss ich hereingefallen sein, denn ich landete schon als Zwanzigjähriger in der Gastronomie. Anstatt was „Ordentliches zu machen“, wie meine Mutter zu sagen pflegte.

Als Gastwirt ist man gut beraten, ein Geschichtenerzähler zu sein, denn Gäste erwarten mehr als Bier und Bouletten. Übrigens, meine fünf Kinder schliefen mit vorher erzählten Geschichten deutlich besser, vor allem schneller ein. Ich sehe die Gefahr auf mich zukommen, dass es mir mit meinen Enkeln ähnlich ergehen wird.

Als aus einer Kneipe zwei, dann drei und dann ganz viele wurden, war es vorbei mit dem Geschichtenerzählen. Ich begann, sie aufzuschreiben, um mehr Leute, äh, Gäste zu erreichen. Irgendwann wurden daraus Bücher, die der Verleger Romane nennt. Ein Begriff, der in der Gastronomie keinen so prallen Ruf hat.

Meine kanadische Frau konfrontierte mich vor fünfunddreißig Jahren mit ihrer Heimat, die ich gefälligst auch lieben sollte. Zeitverzögert gelang es mir, ihr den Gefallen zu tun. Pendelnd zwischen Holzfällerromantik und deutschen Theken färbten die zwei Welten im Laufe der Jahre meine Geschichten, pardon, meine Romane ein. Niemand kann schließlich aus seinen Mokassins beziehungsweise Schuhen raus, wenn er nicht barfuß laufen will.

Warum habe ich den Katholischen Bahnhof geschrieben? Keine Ahnung! Die Story geisterte schon Jahre lang in meinem Kopf herum. Wenn ich nicht schreiben würde, müsste ich Golf spielen, Tauben züchten, arbeiten oder den Garten umgraben – alles Aufgaben, für die ich mich nicht eigne. Ach, und natürlich ist die Geschichte nicht autobiografisch. Oder fast nicht. Oder falls doch, versagt meine Erinnerung.

Mehr Informationen über die Lesung gibt es unter www.singersplayersclub.de.

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