Oldenburg

Herzog von Oldenburg irritiert Mausoleumsförderer

Das Mausoleum soll auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Bei der Schlüsselübergabe: Landschaftspräsident Thomas Kossendey, Architekt Artur Saathoff, Christian Herzog von Oldenburg und seine Frau Caroline.

Das Mausoleum soll auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Bei der Schlüsselübergabe (von links): Landschaftspräsident Thomas Kossendey, Architekt Artur Saathoff, Christian Herzog von Oldenburg und seine Frau Caroline.
Foto: Katrin Zempel-Bley

Anzeige

LzO Vorsorge

Oldenburg/zb – Viele Bürger_innen aus Oldenburg und dem Umland zeigen sich irritiert davon, dass das soeben sanierte und restaurierte herzogliche Mausoleum auf dem Oldenburger Gertrudenfriedhof für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sein soll. Christian Herzog von Oldenburg hatte erklärt, lediglich einen Tag der offenen Tür veranstalten zu wollen. Danach sollte wieder Totenruhe herrschen (die Oldenburger Onlinezeitung berichtete über die Sanierung)

800.000 Euro sind in die Sanierung geflossen, die überwiegend von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), dem Bund, dem Land, der OLB und der Öffentlichen Versicherungen beigesteuert wurden. Sie alle gehen davon aus, dass das Mausoleum in angemessener Weise der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. „In unserem Förderbescheid steht das explizit drin“, wundert sich Dr. Ursula Schirmer, DSD-Sprecherin. „Es ist unser Bestreben, solche Denkmale von nationaler Bedeutung zu erhalten auch unter dem Gesichtspunkt, dass sich Bürger, die sich für Kunst und Geschichte interessieren, dort umsehen können.“

Ursula Schirmer war bislang davon ausgegangen, dass das auch bezüglich des Mausoleums so sein wird. „Es ist im Vorfeld darüber gesprochen worden. Die Idee war unter anderem, Führungen unter fachkundlicher Leitung anzubieten.“ Tatsächlich ist das bei der Einrüstung des Mausoleums vor einem Jahr bei einem Pressegespräch in Anwesenheit des Herzogs so gesagt worden. Worauf die Sinneswandlung basiert, ist derzeit unklar.

Auch Britta Silchmüller, Sprecherin der OLB, zeigte sich von der Äußerung des Herzogs irritiert. „Wir wünschen uns eine angemessene Öffnung“, erklärte sie auf Nachfrage. Die sei zu Beginn der Baumaßnahme auch vereinbart worden. Dr. Michael Brandt, Geschäftsführer der Oldenburgischen Landschaft, bestätigt das auf Nachfrage. „Deshalb wird noch in diesem Monat ein Gespräch mit dem Herzog und dem Präsidenten der Oldenburgischen Landschaft, Thomas Kossendey, stattfinden, um eine für alle zufriedenstellende Lösung zu finden.“

Unabhängig davon wird es – wie angekündigt – einen Tag der offenen Tür geben. Weil es im Mausoleum keinerlei Beleuchtung gibt und man dort auf Tageslicht angewiesen ist, wird der Tag voraussichtlich erst in 2014 stattfinden. Unabhängig davon möchte die Landschaft, dass das Mausoleum bei entsprechenden Führungen über den Gertrudenfriedhof besichtigt werden darf und möglicherweise ein Schlüssel in der Landschaft deponiert wird, damit bei entsprechenden Anfragen Besichtigungen vorgenommen werden können.

Vorheriger Artikel

Wenn Technikangst in Begeisterung umschlägt

Nächster Artikel

Bundesnetzagentur holt Bürger mit ins Boot

1 Kommentar

  1. Hans Rowold
    21. November 2013 um 22.11

    Am heutigen Tage ( 21.11.2013) habe ich mit meiner Frau und Freunden das Mausoleum auf dem Gertrudenfriedhof besichtigt. Wir waren sehr beeinduckt . Leider war nicht zu erfahren, wer ausser dem Herzof Peter Friedrich Ludwig und seiner Frau in diesem Mausoleum beigesetzt wurde. Zum Beispiel wissen wir vom Erbgroßherzog Nicolaus.
    Sicher wäre es schön, wenn es ab und zu mal möglich gemacht würde, das Mausoleum zu besichtigen und wärend einer Führung Näheres über diesen imposanten Bau und den dort beigesetzten Personen zu erfahren.

    Mit freundlichen Grüßen

    Hans Rowold