Oldenburg

Grünkohlkönig besucht seine Untertanen

Peter Altmaier und Gerd Schwandner auf dem Weg in den Ratssaal.

Peter Altmaier und Gerd Schwandner auf dem Weg in den Ratssaal.
Foto: Katrin Zempel-Bley

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Oldenburg/zb – Oldenburgs Grünkohlkönig Peter Altmaier stattete seinen Untertanen gestern einen Besuch ab. Im Oldenburger Rathaus trug er sich ins Goldene Buch der Stadt ein.

Nicht nur pünktlich, sondern auch bestens gelaunt fuhr Peter Altmaier, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, vor dem Oldenburger Rathaus vor und hatte sichtlich Spaß an seiner Rolle als amtierender Kohlkönig. Als er 1984 als Student erstmals die Huntestadt besuchte, habe er auf einem Stein im Cäcilienpark gesessen und seine Zukunft sei alles andere als gewiss gewesen. „Dass ich eines Tages Regent dieser Stadt sein würde, kam mir damals natürlich nicht in den Sinn“, meinte der Minister.

Oldenburgs Oberbürgermeister Dr. Gerd Schwandner erinnerte noch einmal daran, dass Altmaier alle Voraussetzungen für das Amt des Kohlkönigs mitbringen würde. Er sei talentiert, offen, technologiefreundlich, tolerant, ein begeisterter Radfahrer, wetterfest und ein Freund erneuerbarer Energien. All das passe zu Oldenburg.

„Oldenburg“, so meinte der Kohlkönig, „hat alles richtig gemacht. Früher hatte die Stadt einen Großherzog, heute einen König.“ Und seit seiner Krönungszeremonie sei bei ihm der Knoten buchstäblich geplatzt, berichtete er weiter. „Seither bin ich z. B. Botschafter des deutschen Bieres und habe die Niederrheineule bekommen. Alle haben sich mir anvertraut“, freut er sich.

Oldenburg bezeichnete er als moderne, schöne und gepflegte Stadt, die die Energiewende erkannt habe und diesbezüglich zahlreiche Ansiedlungen vorweisen könne. „Es handelt sich um ein gesegnetes Fleckchen Erde“, fasste er zusammen und zeigte sich überzeugt davon, dass sich vielleicht in einigen Jahren niemand mehr daran erinnern werde, dass er eine Rolle in der Politik gespielt habe. „Ganz sicher wird man aber wissen, dass ich Grünkohlkönig von Oldenburg war“, ist er überzeugt. Nahm den Stift und trug sich unter Applaus der anwesenden Gäste ins Goldene Buch der Stadt ein. Danach machte er sich auf den Weg zum EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie Next Energy und ins Informatikinstitut Offis.

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