Gesundheit

Klinikum Oldenburg ist babyfreundlich

Dr. Dirk Tenzer, Prof. Dr. Eduard Malik, Gisela Meese (Geschäftsführerin der WHO/UNICEF-Initiative Babyfreundlich) und Pflegedirektorin Birgit Plaschke freuten sich über die Verleihung des Qualitätssiegels für das Klinikum Oldenburg.

Dr. Dirk Tenzer, Prof. Dr. Eduard Malik, Gisela Meese (Geschäftsführerin der WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundlich“) und Pflegedirektorin Birgit Plaschke freuten sich über die Verleihung des Qualitätssiegels.
Foto: Delvalle / Klinikum Oldenburg

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Oldenburg (am/pm) – Das Klinikum Oldenburg wurde mit dem Qualitätssiegel „Babyfreundlich“ der WHO/UNICEF-Initiative ausgezeichnet. „‚Babyfreundliche‘ Geburtskliniken bieten eine ganzheitliche Betreuung von der Vorsorge für Schwangere bis zu Beratungsangeboten nach der Entlassung“, heißt es in der Erklärung. Das Klinikum Oldenburg gehört damit zu den 93 babyfreundlichen Geburts- und Kinderkliniken in Deutschland. Das Besondere daran: Nach der Universitäts-Frauenklinik Tübingen ist die Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Klinikums Oldenburg bundesweit erst die zweite Universitätsklinik, die diese Auszeichnung erhält. In Niedersachsen ist das Klinikum das elfte Haus mit dem internationalen Qualitätssiegel.

Der Klinikum-Geschäftsführer Dr. Dirk Tenzer freut sich über die Auszeichnung: „Gerade für ein so großes Haus wie das Klinikum Oldenburg, in dem jedes Jahr mehr als 1700 Kinder auf die Welt kommen, ist eine solche Auszeichnung von großer Bedeutung. Sie zeigt, dass trotz höchsten medizinischen und technischen Standards in der Geburtsklinik die ganzheitliche Entwicklung des Kindes und die Beziehung zur Mutter nie aus den Augen verloren wird.“

Grundlage der Zertifizierung sind die B.E.St.-Kriterien. Wenn Kliniken diese Kriterien nachweislich in ihrer Routine umgesetzt haben, erhalten sie das Qualitätssiegel „Babyfreundlich“. Das Klinikum hat Richtlinien entwickelt und ermöglicht es den Müttern unter anderem, unmittelbar nach der Geburt Hautkontakt mit ihrem Baby zu haben, mindestens eine Stunde lang oder bis das Baby das erste Mal gestillt wurde. „Vorbildlich ist bei uns die Praxis, auch Frauen mit Kaiserschnittentbindung, die häufig noch nicht in der Lage sind zu stillen, einfühlsam zu begleiten, den ersten Kontakt mit ihrem Baby aufzunehmen und baldmöglichst zu stillen“, sagt Professor Dr. Eduard Malik, Direktor der Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe. Auch nach der Entlassung legt die Frauenklinik besonderen Wert auf die weitere Unterstützung der Mütter. Sie bietet eine regelmäßige Stillgruppe und eine Still-Hotline an, aber auch Unterweisungen durch eine Stillberaterin und Hausbesuche der Hebammen. Die Mitarbeiterinnen der Geburtshilfe zeigen den Müttern das korrekte Positionieren und Anlegen des Säuglings, was das Stillen fördert. „Alle Mütter berichten, dass sie sich liebevoll und individuell unterstützt fühlen. Die besonderen Anforderungen an eine Level-I-Klinik meistern wir auch durch die gute Zusammenarbeit und die räumliche Nähe zur Neonatologie (Früh- und Neugeborenenmedizin)“ betonte Prof. Malik abschließend.

Weitere Informationen zur Initiative gibt es unter www.babyfreundlich.org.

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