Friedensnobelpreis geht an Navanethem „Navi“ Pillay

Foto: Lev Radin/Sipa/ddp via dts Nachrichtenagentur
Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an die frühere Richterin am Internationalen Strafgerichtshof Navanethem „Navi“ Pillay. Das teilte das norwegische Nobelkomitee am Freitag in Oslo mit.
Die aus Südafrika stammende Pillay war insbesondere von 2003 bis 2008 Richterin in Den Haag. Sie ist dort außerdem weiterhin als Ad-hoc-Richterin in der Rechtssache Gambia gegen Myanmar vorgesehen. Von 2008 bis 2014 amtierte sie als Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte.
Bereits 1967 hatte Pillay Geschichte geschrieben, als sie während der Apartheid in der südafrikanischen Provinz Natal als erste nichtweiße Frau eine eigene Rechtsanwaltskanzlei eröffnete, weil sie aufgrund ihrer Hautfarbe keine Anstellung in einem bestehenden Anwaltsbüro bekam. In den 1999ern war sie Richterin am Internationalen Strafgerichtshof für Ruanda.
Der Friedensnobelpreis ist mit umgerechnet etwa einer Million Euro dotiert. Im letzten Jahr ging die Auszeichnung an Maria Corina Machado aus Venezuela.
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