Oldenburg

Firmensportabzeichen entwickelt sich zum Renner

fWährend der fröhlichen Abschlussveranstaltung wurden die erfolgreichsten Firmen geehrt.

Während der fröhlichen Abschlussveranstaltung wurden die erfolgreichsten Firmen geehrt.
Foto: privat

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Oldenburg (am) – Zum vierten Mal wurde die Aktion Firmensport-Wettbewerb von der Barmer GEK in Oldenburg veranstaltet. In diesem Jahr nahmen 42 Firmen (2013: 31 Firmen) daran teil. 568 Sportabzeichen (2013: 218 Sportabzeichen) wurden in Verbindung mit einem betrieblichen Wettkampf abgenommen. Am Montagabend fand die Abschlussveranstaltung mit Ehrung der Siegerfirmen statt. Für Unterhaltung sorgten der Hamburger Klappmaul-Komiker Werner Momsen und die Oldenburger Stage Akademie.

In der Gemeinschaft Sport zu treiben und dabei Spaß zu haben, steht im Vordergrund der Aktion, die Mitte März mit einer Kickerveranstaltung ihren Auftakt hatte. Von April bis Oktober haben die Teilnehmenden trainiert und sich ihre Leistungen mit dem Sportabzeichen bestätigen lassen. Die steigenden Teilnehmerzahlen sprechen für „ein tolles Erlebnis beim gemeinsamen Training“, so der Oldenburger Regionalgeschäftsführer der Barmer GEK, Holger Vosgerau.

Es wurde geschwommen, gelaufen, geworfen und mit dem Rad gefahren. Es sei für jeden etwas dabei gewesen, so Frank Vehren vom Oldenburger Stadtsportbund, von sechs bis 89 Jahren sei die Altersspanne in diesem Jahr gewesen. Klaus Kieckbusch, Fachdienstleiter im Jugendamt, trat mit sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das Sportabzeichen an. „Das musste ich nicht anordnen“, erzählte er lächelnd. Das Team hat an zwei Trainingseinheiten teilgenommen. Alle waren begeistert. „Das Verhältnis zwischen Spaß und Leistung ist entscheidend“, so Kiekbusch. Auch die Olympiasiegerin und Botschafterin für „Deutschland bewegt sich“ und das Firmensportabzeichen, Heike Drechsler, sicherte sich in diesem Jahr das goldene Sportabzeichen. „Mit meiner Leistung war ich trotzdem nicht so zufrieden. Ich bin wohl etwas eingerostet“, meinte die Weitspringerin lachend. Aber alle hätten sich gefreut, dabei gewesen zu sein. Sie empfiehlt grundsätzlich mehr Alltagsbewegung. Selbst Menschen, die ein- oder zweimal die Woche trainieren, würden sich oft zu wenig bewegen. Ihrem Beispiel folgen wird die Weltmeisterin Christina Obergföll (Speerwerferin und Sportlerin des Jahres 2013), die ebenfalls als Botschafter für die sportliche Sache eintritt. Für sie stünden jetzt aber zunächst die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (2016) auf dem Programm.

Im 100sten Jahr des Deutschen Sportabzeichens wurden die Voraussetzungen „etwas entstaubt“, erklärte Vosgerau. Durch neue Disziplinen sei das Sportabzeichen attraktiver geworden. Geprüft wird jetzt in vier statt fünf Disziplingruppen: Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination. Das (neue) Sportabzeichen umfasst die Sportarten Leichtathletik, Schwimmen, Radfahren und Turnen.

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung wurden Firmen, die im Verhältnis zu den Beschäftigten die meisten Sportabzeichen ablegten. Unterteilt wurde in fünf Kategorien von bis zu zehn bis über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Siegerfirmen sind: Hallenbad Wardenburg, Steuerberater Heiko Mönning, Ganderkesee, GovConnect GmbH Oldenburg, Klinikum Oldenburg, Station 151, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Oldenburg.

Das Deutsche Sportabzeichen

Das Deutsche Sportabzeichen ist eine Auszeichnung für bestimmte sportliche Leistungen, das vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) verliehen wird. Es kann jährlich in den drei Leistungsstufen Bronze, Silber und Gold erworben werden, die für den Erwerb zu erbringenden Leistungen sind nach Altersstufen gestaffelt. Die Einteilung erfolgt in „weibliche oder männliche Jugendliche“ und „weibliche oder männliche Erwachsene“. Auch Menschen mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung können das Deutsche Sportabzeichen ablegen. Quelle: www.stadtsportbund-oldenburg.de

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1 Kommentar

  1. Klaus
    28. November 2014 um 7.42

    Meine Tipps für ein echtes Firmensportabzeichen:

    Auch mal in der Firma über den Flur laufen.
    Oder auch mal Muskeltraining, dem Paketboten die schweren Pakete aus dem Lieferfahrzeug tragen.
    Das Papier für den Kopierer selbst aus dem Keller holen.

    Mal das Auto stehen lassen und den Kunden mit dem Fahrrad besuchen. Oder auch die Kaffeetassen und das Geschirr selbst mit der Hand abspülen.