Filmfest

Filmfest: Trailer-Preview bei der OLB

Karin Katerbau (OLB-Vorstand) und Filmfest-Leiter Torsten Neumann hielten die Eröffnungsrede zur Trailer-Preview.

Karin Katerbau (OLB-Vorstand) und Filmfest-Leiter Torsten Neumann hielten die Eröffnungsrede zur Trailer-Preview.
Foto: Anja Michaeli

Oldenburg (Lisa-Marie Ramlow) Der Hauptsponsor des Filmfests, die Oldenburgische Landesbank, lud kürzlich kostenlos zur Trailer-Schau mit Catering und erstem VVK ein. Trotz der heißen Hochsommertemperaturen versammelten sich zahlreiche Besucher, um von Filmfestleiter Torsten Neumann Neuigkeiten zu den laufenden Vorplanungen und Filmen der Festtage zu erfahren. Der Timetable des kommenden Programms vom 11. bis 15. September sowie offizielle VVK-Stellen der Eintrittskarten sind bekanntgegeben worden. Die Gewinner des Instagram-Fotowettbewerbs wurden gekürt: sie hatten bekannte Filmszenen auf der Couch zu Hause parodiert. Aber auch die Zuschauer konnten mit den am Eingang verteilten Losen Freikarten für das Filmfest gewinnen. Weiterhin wurde offizielles Merchandise des Filmfests, wie T-Shirts und speziell gestaltete Gin-Flaschen von Luv & Lee, live vor Ort präsentiert und auch verkauft.

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Als Höhepunkt wurden ausgewählte Trailer einiger Festival-Filme wie „Bruder Schwester Herz“, „Cat Sticks“ und „Cuck“ gezeigt, deren Plakate und Informationen in angrenzenden Räumlichkeiten aushingen.

Eine kleine Auswahl an vorgestellten Filmen

„Sons of Denmark“, Drama/Thriller, Dänemark 2019
Dänemark im Jahr 2025: Nach einem großen Bombenanschlag in Kopenhagen hat sich das Land radikalisiert und Spannungen sind an der Tagesordnung. Die extreme Rechte besitzt fortan die größte politische Macht. Als dann noch der ultranationalistische Martin Nordahl zur Wahl des Premierministers mit den besten Chancen auf Sieg antritt, will der 19-jährige Zakaria die sich zuspitzende Situation für Menschen mit Migrationshintergrund nicht mehr hinnehmen. Er tritt zusammen mit einem Verbündeten einer radikalen Organisation bei; mit weitreichenden Konsequenzen für ihr gesamtes Leben.

„Patrick“, Tragikomödie, Belgien 2018
Der 38-jährige Patrick lebt mit seinen Eltern auf einem Nudisten-Campingplatz mitten in der belgischen Pampa. Nach dem Tod seines Vaters übernimmt er dessen Geschäfte, aber schon lenkt ihn ein persönliches Ärgernis ab: Patrick hat seinen Lieblingshammer verloren. Für ihn ist das Werkzeug das Wichtigste der Welt, was auf Unverständnis der anderen Camper trifft. Seine Suche nach ihm wird zu einem existenziellen Abenteuer, einer Sinnsuche im eigenen Leben. Doch die Ereignisse überschlagen sich, als für ein Verbrechen ein Hammer benutzt wird.

„Lillian“, Drama, Österreich/Australien 2019
Inspiriert von einer wahren Geschichte: Die junge Russin Lillian hatte sich in New York ein besseres Leben erhofft, doch kommt finanziell an ihre Grenzen. Ohne Visum sind ihr alle Wege versperrt, sodass sie sich freiwillig zu Fuß auf eine Odyssee zurück nach Russland begibt. Auf ihrer langen Reise durch die USA trifft sie auf skurrile, aber auch bedrohliche Menschen. Dabei ist sie zu jeder Sekunde der atemberaubenden und doch gefährlichen Weite der Wildnis ausgesetzt.

Weltpremieren der besonderen Art

Das Internationale Filmfest Oldenburg kann außerdem mit vielen Weltpremieren glänzen. Dieses Jahr ist mit „The Steed“ sogar eine mongolische Produktion vertreten. Der deutsche Western-Streifen „Adamstown“ ist von der Graphic Novel der Hamburger Künstlerin Verena Braun adaptiert worden und ohne klassische Filmförderung entstanden. An der gesamten Produktion beteiligt waren außerdem auch Menschen mit Behinderung, Fluchtgeschichte sowie verschiedener geschlechtlicher Identitäten, kulturellen und religiösen Hintergründen.

Für dieses besondere Projekt wird vom Filmfest eine Gala am 14. September im Oldenburgischen Staatstheater veranstaltet. Es wurde mit Begeisterung angekündigt, dass neben den Regisseuren nahezu das gesamte Ensemble beim Festival vor Ort sein wird.

Tribute to Seymour Cassel

Bei seiner Rede in der OLB vergoss Torsten Neumann vor Rührung fast schon Tränen aufgrund des im April diesen Jahres verstorbenen Schauspielers Seymour Cassel. Der langjähriger Wegbegleiter des Internationalen Filmfests Oldenburg das Gesicht des amerikanischen Independent-Kinos, brachte mit den Jahren über 20 Filme auf die Leinwände des Festivals und kam oft zu Besuch. Ihm zu Ehren vergibt das Filmfest seit 2012 einen seinen Namen tragenden Darstellerpreis.

Cassel prägte den alljährlich stattfindenden Programmpunkt der „Retrospektive“, der dieses Jahr entfällt, um mit einem Tribute an ihn Abschied zu nehmen. Hier werden während des Filmfests drei seiner schönsten Filme gezeigt. Auch Neumanns persönlicher Favorit „Reach for Me“ (von LeVar Burton, 2008) ist dabei. Das bewegende Drama hätte ihn schon damals als sein erster Cassel-Film besonders angesprochen und zu Tränen gerührt.

Diverse Vorveranstaltungen

Schlussendlich verwies Neumann mit Vorfreude auf die Pre-Events für die kommenden Tage; darunter eine Ausstellung über prominente Gäste des Festivals in den Schlosshöfen ab dem 6. September.

Außerdem gibt es Screenings der Filmklassiker „Mein Name ist Nobody“ (27. August) und „Scarface“ (4. September) sowie eine Filmposter-Auktion im Polyester (3. September).

Weitere Informationen gibt es auf www.filmfest-oldenburg.de.