Filmfest

Filmfest: Eröffnung im Staatstheater

Am Mittwoch startete das 20. Internationale Filmfest Oldenburg. Bis zum 15. September werden mehr als 50 Filme an fünf Tagen gezeigt.

Filmfest Eröffnung: Die Fotos …
Fotos: Anja Michaeli / Christian Kruse

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Oldenburg/am – Die Spiele sind eröffnet. Am gestrigen Mittwoch startete das Internationale Filmfest Oldenburg in seine 20. Runde. Bis zum 15. September werden mehr als 50 Filme an insgesamt fünf Tagen gezeigt. Produktionen aus 15 Ländern stehen auf dem Programm. Der Eröffnungsfilm „Die Erfindung der Liebe“ wurde zum Auftakt im Oldenburgischen Staatstheater vorgeführt.

Nach einem kurzen Ausflug in die EWE Arena ist das Oldenburger Filmfestival wieder in das Oldenburgische Staatstheater zurückgekehrt. Darüber freute sich auch Intendant Markus Müller, der gestern das Publikum begrüßte und symbolisch seinen Schlüssel an Filmfestchef Torsten Neumann überreichte, denn das Staatstheater ist in diesem 20. Jahr mit dem Großen und Kleinen Haus, der Exerzierhalle und dem Spielraum Dreh- und Angelpunkt der Veranstaltungen. Torsten Neumann und der geschäftsführende US-Generalkonsul Robert Stevens sprachen ebenfalls zur offiziellen Eröffnung. Ehrengäste waren Bobcat Goldthwait und Mania Akbari sowie Deborah Kara Unger, Thomas Stiller, Seymour Cassel, Xan Cassavetes, RP Kahl, David Perrault, Arthur Brauss, Radley Wetzger, Jen Gatien, Derrick Borte uvm.

Vor ausverkauftem Haus wurde „Die Erfindung der Liebe“ gezeigt. Zur Vorführung waren Regisseurin Lola Randl, Produzent Herbert Schwering und die Darstellerinnen Sunnyi Melles und Mira Partecke angereist. Sie stellten einen Film vor, in dem ein armes Pärchen an das Geld einer todkranken Reichen kommen will. Ein ganz besonderer Film, dessen Drehbuch nach dem Tod der Hauptdarstellerin Maria Kwiatkowsky (2011) neu geschrieben wurde. Die Regisseurin Lola Randl musste die fertigen Szenen komplett umbauen: „Wir haben viele Jahre daran gearbeitet“. Herausgekommen ist ein Film, der von den Dreharbeiten nach dem Unglück handelt und seine eigene Geschichte erzählt. Fiktives mischt sich mit Realem, Komödie mit Drama. Der Film ist sehenswert und von einer bemerkenswerten Leichtigkeit angesichts des Todes von Maria Kwiatkowsky. Wer jedoch die Vorgeschichte nicht kennt, wird verwirrt zurückbleiben. Bei der gestrigen Eröffnungsgala nahm Schauspielerin Sunnyi Melles das Mikro in die Hand, um an ihre junge Kollegin zu erinnern – eine Schauspielerin von der wir gerne mehr gesehen hätten.

Ein wenig ärgerlich für diese Produktion war das Ruckeln während der Vorführung, das den Filmgenuss trübte. Die Vorstellung musste kurzzeitig unterbrochen werden. Das muss dem Umstand geschuldet werden, dass – nach unseren Informationen – die Technik, die das Filmfestteam mitgebracht hatte, vorher nicht getestet werden konnte. Das Publikum nahm die kleinen Störungen gelassen hin.

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