Oldenburg

Vereinbarkeit von Buddhismus und Christentum

Im Dungkar Dharma Zentrum in Oldenburg wird ein freundliches Miteinander gepflegt.

Im Dungkar Dharma Zentrum wird ein freundliches Miteinander gepflegt.
Foto: Christian Kruse

Oldenburg (am) Domo Geshe Rinpoche kommt am Mittwoch, 14. Mai, 20 Uhr ins Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, nach Oldenburg. Nach ihrem Vortrag über Gemeinsamkeiten der christlichen und buddhistischen Lehre diskutiert sie mit Pastor Olaf Grobleben, Weltanschauungsbeauftragter der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg.

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„Der Buddhismus ist keine Religion, sondern eine Weltanschauung oder eine Philosophie“, erklärt Stefan Buff vom Dungkar-Dharma-Zentrum in Oldenburg. Deshalb würden sich Christentum und Buddhismus nicht gegenseitig ausschließen. Dieser Aussage widerspricht Pastor Olaf Grobleben vom Oberkirchenrat in Oldenburg. Seiner Auffassung nach kommt es im Dialog zwischen Buddhisten und Christen vor allem darauf an, dass die Gläubigen lernen, es zu akzeptieren, dass es viele unterschiedliche Auffassungen in beiden Religionen gibt. „Wichtig ist es, das zu akzeptieren und zu tolerieren“, so Grobleben.

Buddha lehrte für verschiedene Menschen verschiedene Wege. Es gibt insgesamt vier Schulen in der tibetischen buddhistischen Lehre. Diese Schulen unterstützen unterschiedliche Lernwege, die alle den Dharma lehren. Der oberste Vermittler der Geluk Schule zu der auch Rinpoche gehört, ist seine Heiligkeit, der Dalai Lama.

Domo Geshe Rinpoche aus den USA sei eine reinkarnierte Lama aus der Geluk Tradition des tibetischen Mahayana Buddhismus und leitet das White Conch Dharma Center in Wisconsin, so das Dungkar Dharma Zentrum. Sie lehrt den „freudvollen Weg“. Dabei geht es unter anderem um einen stufenweisen Weg zu innerer Freiheit.

Seit sechs Jahren kommt Domo Geshe Rinpoche einmal jährlich nach Deutschland und besucht dabei auch jedes Mal Oldenburg. Hier gibt es seit einem Jahr eine feste Sangha. Unter einer Sangha versteht man eine Gemeinschaft, die sich regelmäßig trifft, um zusammen zu meditieren und sich geistig auszutauschen. Alle Unterweisungen verbreitet Rinpoche außerdem über Facebook und andere Plattformen. Täglich tritt sie mit ihrer virtuellen Sangha bei Facebook mit ihren Schüler_innen und anderen Menschen in Kontakt.

In Oldenburg bestehen fünf buddhistische Gruppen verschiedener Schulen. Eine davon ist die Oldenburger Sangha von Domo Geshe Rinpoche in der Nadorster Straße 34. Dort treffen sich einmal wöchentlich sechs bis 14 Buddhisten von zirka 20 bis 60 Jahren, um rund eine Stunde lang gemeinsam zu meditieren, sich auszutauschen und die Besuche ihrer Rinpoche vorzubereiten.

Über den Buddhismus im Westen informiert die Seite www.ekd.de. Weitere Informationen gibt es unter dungkar-dharma-zentrum.org.

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1 Kommentar

  1. Thomas
    26. Mai 2014 um 14.02

    Ich war auf dieser Veranstaltung und ich kann vor Domo Geshe Rinpoche nur warnen. Zum einen hat sie in keiner Weise die Gemeinsamkeiten zwischen Christentum und Buddhismus betont sondern lediglich ihre (!) Sicht des Buddhismus auf das Christentum projeziert. Zum anderen hatte die Veranstaltung von Anfang an den Anschein als ginge es ihr nicht um einen Dialog zwischen den Religionen sondern nur um Werbung in eigener Sache. Ich hätte mir noch etwas mehr Entschiedenenheit von Seite der evangelischen Kirche gewünscht – sie braucht sich nicht hinter so einer Betrügerin zu verstecken.

    Das Domo Geshe Rinpoche offiziel gar nicht als Reinkarnation anerkannt ist hat sie natürlich verschwiegen.