Oldenburg

Regionale Architekturlandschaft auf einen Blick

Landschaftspräsident Thomas Kossendey, Projektkoordinatorin Sabrina Kolata und Geschäftsführer Dr. Michael Brandt (von links) stellten das Buch Baudenkmäler im Oldenburger Land vor.

Landschaftspräsident Thomas Kossendey, Projektkoordinatorin Sabrina Kolata und Geschäftsführer Dr. Michael Brandt (von links) stellten das Buch über die Baudenkmäler vor.
Foto: Katrin Zempel-Bley

Oldenburg (zb) „Baudenkmäler im Oldenburger Land“ heißt der Titel eines Überblickswerks, das die Oldenburgische Landschaft herausgegeben hat. Darin werden 744 Baudenkmale aus verschiedenen Bereichen auf 324 Seiten von 25 ehrenamtlichen Autoren vorgestellt. Das neu erschienene Werk bietet also allen historisch und kunsthistorisch Interessierten einen Überblick über die Vielfalt denkmalgeschützter Bauwerke im Oldenburger Land.

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„Das Oldenburger Land hat eine große Bandbreite an historischen Bauwerken zu bieten, die unsere Geschichte widerspiegeln“, sagt Landschaftspräsident Thomas Kossendey bei der Buchvorstellung. Dass nicht alle vorhandenen Baudenkmale in dem Überblickswerk zu finden sind, liegt allein an der Vielzahl. Weit über 10.000 Baudenkmale soll es im Oldenburger Land geben, schätzen Experten. Das Buch beschränkt sich auf 744 und bemüht sich, auch regional ausgewogen zu sein.

„Die Auswahl ist das Ergebnis einer intensiven Arbeit von Fachleuten“, sagt Dr. Michael Brandt, Geschäftsführer der Oldenburgischen Landschaft. Dabei handelt es sich sowohl um Kirchen, herrschaftliche Bauten, öffentliche Bauten, Wohnbauten als auch ländliche und (verkehrs-) technische Bauten und andere Objekte. So finden sich auch zahlreiche Baudenkmale aus der Stadt Oldenburg in dem Buch wieder.

Es ist in elf Kapitel unterteilt wie Kirchen, Burgen- Schlösser- Herrenhäuser, Mühlen oder Wohnbauten. Jedes Baudenkmal ist mit einer Nummer und einem Kurztext versehen sowie einer farbigen Abbildung inklusive der Adresse. Eine beiliegende Karte ist mit den entsprechenden Nummern versehen, so dass jedes Baudenkmal schnell angesteuert werden kann. Eine naturräumliche und eine historische Einführung sowie die jeweiligen Kapiteleinleitungen geben Aufschluss über Hintergründe und Zusammenhänge der baulichen Entwicklung im Oldenburger Land. Ein umfangreiches Fachwortverzeichnis ermöglicht auch dem fachfremden Leser Zugang zu dieser Zusammenschau oldenburgischer Architektur.

Landschaftspräsident Thomas Kossendey spricht von einem wichtigen Buch, „weil es gebautes Kulturgut beinhaltet und Zeugnis ablegt von der Geschichte, dem Zeitgeist und dem jeweiligen Kulturverständnis.“ Als Grundlage diente die 1980 unter dem gleichen Namen erschienene Vorgängerpublikation, die wegen großer Nachfrage in den folgenden Jahren mehrfach neu aufgelegt wurde und inzwischen längst vergriffen ist.

„Baudenkmäler im Oldenburger Land“, Hrsg. Oldenburgische Landschaft, Brune Mettcker Verlag, ISBN: 978-3-941929-21-0, Preis 14,80 Euro.

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1 Kommentar

  1. Manfred Murdfield
    25. April 2017 um 10.30

    Warum die Zahl der Baudenkmale eine Schätzung ist, verwundert mich. Die unteren Denkmalbehörden müssen doch vollständige Listen haben, damit Baugenehmigungen im Ämterumlauf diesbezüglich beurteilt werden können. Meines Wissens ist die Inventarisierung, also Erfassung und dann Fortschreibung von Baudenkmalen eine der Aufgaben des Nieders. Landesamtes für Denkmalpflege. Im Jahre 1979 habe ich einige Zeit im Landkreis Uelzen dafür an der Inventarisierung der dortigen Baudenkmale (einschl. Städtebau) mitgearbeitet. Die flächendeckend zu erstellende Liste musste vollständig sein. Sicher gibt es Veränderungen und Grenzbereiche, aber die sollten doch fortlaufend erfasst werden und keine Schätzung sein. Eine Grauzone ist doch nicht zuletzt für die betroffenen Eigentümer unzumutbar, und sei es nur, um bei Sanierungen auch Zuschüsse zu bekommen, oder bekommen zu können.