Oldenburg

Amphibienwanderung in großem Ausmaß

Aufgrund des feuchten Wetters mit steigenden Temperaturen wird die immer größer werdende Amphibienwanderung auch in Oldenburg beginnen.

Weil immer mehr Menschen ihre Privatteiche mit Laich aus der Natur „impfen“, wird die Zahl der Amphibien, die auf Wanderschaft gehen, immer größer. Foto: gravitat-OFF / flickr.com; Lizenz: CC BY 2.0

Oldenburg (pm) Aufgrund des feuchten Wetters mit steigenden Temperaturen wird die Amphibienwanderung in den nächsten Tagen beginnen. An manchen Stellen im Stadtgebiet haben die Wanderungen in den vergangenen Jahren zahlenmäßig derart große Ausmaße angenommen, dass die Stadtverwaltung nachts Straßen sperrt. Hinweisschilder allein reichen in einigen Straßen nicht mehr aus.

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Die Stadt Oldenburg wird daher wie bereits in den vergangenen Jahren in Wechloy die Straße Am Tegelbusch (angrenzend an die westliche Wohnbebauung) beziehungsweise am Drögen-Hasen-Weg nördlich des Bahnübergangs für den Durchgangsverkehr in der Zeit von 19 bis 7 Uhr sperren, sobald die Wanderung beginnt. Die Sperrungen erfolgen allerdings nur dann, wenn eine für die Wanderungen günstige Witterung – eine hohe Luftfeuchtigkeit bei Temperaturen ab zirka fünf Grad – zu erwarten ist.

An verschiedenen Stellen im Stadtgebiet werden zusätzlich Hinweisschilder aufgestellt. Unter anderem im Bereich zwischen Schellsteder Weg und Triftweg in Ohmstede, am Helmsweg in Osternburg, an der Edewechter Landstraße in Eversten, in den Bereichen Schafjückenweg, Ostring, Immenweg und Elritzenweg in Ofenerdiek, am Rauhehorst, am Brookweg, an der Egerstraße und an der Feldstraße in Bürgerfelde, an der Weißenmoorstraße zwischen Spittweg und Wischweg, an der Ekernstrasse, im Bereich Lessingstraße, am Schlagbaumweg sowie an der Burmesterstraße in Osternburg, an der Bahnhofsallee und am Lärchenring in Kreyenbrück, am Hartenscher Damm und am Hörneweg in Bloherfelde sowie am Dießelweg und am Schafgarbenweg in Krusenbusch.

Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, in diesen Bereichen besonders in den Abend- und Nachtstunden ihre Fahrweise den zu erwartenden Amphibienwanderungen anzupassen.

Das „Impfen“ von Teichen mit Laich aus der Natur ist verboten

Die Probleme mit Amphibien und dem Straßenverkehr haben nach Beobachtungen der unteren Naturschutzbehörde in den letzten Jahren besonders in Neubaugebieten zugenommen. Ein Grund dafür ist, dass in den Privatgärten zahlreiche Gartenteiche angelegt wurden und mit aus der Natur entnommenem Laich „geimpft“ wurden. Die jungen Amphibien werden dann auf der Suche nach einem geeigneten Winterquartier zu Hunderten überfahren. Gleiches geschieht wieder im Frühjahr auf dem Weg zum Laichgewässer. Die Naturschutzbehörde weist deshalb darauf hin, dass die Entnahme von Laich aus der Natur nach dem Naturschutzgesetz verboten ist.

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