67. Gröönkohl-Äten: Wahl der neuen Kohlmajestät

Beim Gröönkohl-Äten in Berlin werden sie sich wiedersehen (von links): Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies, Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und der noch amtierende Grünkohlkönig Daniel Günther, Ministerpräsident aus Schleswig-Holstein.
Foto: Sascha Stüber
Oldenburg/Berlin (am/ki/pm) Beim 67. „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ endet am Montag, 2. März, die Regentschaft von Daniel Günther als Oldenburger Kohlmajestät. In der Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund in Berlin versammeln sich rund 280 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
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Als Ehrengast reist Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies an – und gilt als designierter Nachfolger. Die Schirmherrschaft übernimmt Landtagspräsidentin Hanna Naber. Am Ende entscheidet traditionell das Kurfürsten-Kollegium.
Wahl mit Ritual
Nach dem Essen zieht sich das Kurfürsten-Kollegium unter Vorsitz von Dietmar Wischmeyer zur Beratung zurück. In seiner Rolle als „Günther, der Treckerfahrer“ verkündet er anschließend die Entscheidung und hält die Inthronisierungsrede. Neben Hanna Naber gehören Stefan Dohler (EWE), Tanja-Vera Asmussen (LzO), Marc Ampaw (OLB), Sabine Möller (Nord/LB), Thomas Mehls (CEWE) und Jürgen Müllender (Öffentliche) dem Gremium an.
Dass Olaf Lies nicht nur Ehrengast ist, sondern als künftige Kohlmajestät gehandelt wird, gehört zu den offenen Geheimnissen des Abends. Gewählt wird dennoch erst nach Beratung – ganz formgerecht.
Politisches Klassentreffen
Zu den bundespolitischen Gästen zählen Bundesministerin Bärbel Bas sowie Parlamentarische Staatssekretär/innen, Staatssekretär/innen und Bundestagsabgeordnete. Auch das Niedersächsische Landeskabinett ist vertreten. Neben Olaf Lies haben Daniela Behrens, Christian Meyer, Falko Mohrs, Miriam Staudte, Grant Hendrik Tonne und Melanie Walter zugesagt.
Erwartet werden zudem Jens Nacke, Anne Kura und weitere Landtagsabgeordnete. Stephan Weil reist als Mitglied des Niedersächsischen Landtages und Ministerpräsident a.D. an. Mit Litauens Botschafter Giedrius Puodžiūnas sowie den Europaabgeordneten Bernd Lange und Tiemo Wölken bekommt der Abend auch europäische Note.
Aus Oldenburg sind zahlreiche Institutionen vertreten, darunter die Universität Oldenburg mit Präsident Prof. Dr. Ralph Bruder, die Jade Hochschule mit Präsident Prof. Dr. Manfred Weisensee, das Oldenburgische Staatstheater mit Generalintendant Georg Heckel sowie die Oldenburgische Landschaft mit Präsident Prof. Dr. Uwe Meiners.
200 Kilogramm Grünkohl
Auf die Teller kommen rund 200 Kilogramm Bio-Grünkohl. Hinzu kommen etwa 60 Kilogramm Pinkel, 90 Kilogramm Kasseler-Lachs, 45 Kilogramm Kochmettwurst und 28 Kilogramm geräucherter Speck – alles aus Biofleisch-Produktion. Die Produkte stammen aus Oldenburger Herstellung von der Fleischerei Bartsch und dem „Bümmersteder Krug“. Alternativ steht ein veganes Gericht bereit.
Den Service übernehmen der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband sowie die Berufsbildenden Schulen 3. Unter Anleitung von acht Lehrkräften betreuen 34 Auszubildende aus der Region die Gäste.
Der traditionelle Löffeltrunk kommt aus dem Hause Hullmann, das Pils liefert das Friesische Brauhaus zu Jever. Für die Musik sorgt die „Jazz-Koalition“ mit Beteiligten der Musikschule der Stadt Oldenburg. Wie in jedem Jahr bitten die Veranstalter um Spenden für das Autonome Frauenhaus Oldenburg und die AIDS-Hilfe Oldenburg.
Seit 1956 in Bonn und Berlin
Das Gröönkohl-Äten wurde 1956 in Bonn begründet und findet seit 1998 in Berlin statt. Viermal fiel es aus: 1962, 1991 sowie 2021 und 2022. Die Liste der bisherigen Kohlmajestäten umfasst zahlreiche prominente Namen aus Bundes- und Landespolitik.
Weitere Informationen gibt es unter www.oldenburg.de/berliner-kohlessen.





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