Zwei Festnahmen nach Kochtopf-Masche falscher Polizeibeamter in Wunstorf

Zwei Festnahmen nach Kochtopf-Masche falscher Polizeibeamter in Wunstorf

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Die Polizei hat zwei Tatverdächtige festgenommen, die zuvor mit einer Betrugsmasche versucht haben, eine 71 Jahre alte Seniorin aus Wunstorf um ihre Wertgegenstände zu bringen. Das teilte die Polizeidirektion Hannover mit.

Die Frau hatte am Mittwoch, 21. Oktober, gegen 19 Uhr einen Anruf eines angeblichen Polizeibeamten erhalten.

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Der Anrufer erklärte ihr, ihre Wohnung sei durch Strahlung gefährdet. Zum Schutz ihrer Wertgegenstände solle sie Wertgegenstände und Metalle in einen mit Alufolie ausgeschlagenen Kochtopf legen und diesen verschließen.

Sie solle alle Fenster und Türen verschlossen halten, das Telefongespräch ununterbrochen aufrechterhalten, niemandem etwas erzählen und die örtliche Polizei nicht verständigen. Anschließend beendete der Anrufende das Gespräch mit der Erklärung, die Strahlungsgefahr sei nun vorbei.

Die Seniorin erkannte den Betrugsversuch am Telefon und reagierte besonnen.

Anstatt das Gespräch sofort zu beenden, gab sie dem Anrufer bewusst erfundene Informationen und informierte gleichzeitig unauffällig ihren Sohn. Der Sohn erkannte die Situation und verständigte die Polizei, die die Ermittlungen aufnahm.

In der Nacht erhielt die Seniorin einen erneuten Anruf.

Ihr wurde mitgeteilt, sie solle den Topf mit den Wertgegenständen vor ihre Haustür stellen; die vermeintliche Polizei werde ihn abholen. Die Seniorin folgte den Anweisungen und stellte einen großen, mit Alufolie befüllten Topf vor ihre Haustür.

Wenig später fuhr ein dunkler PKW mit zwei männlichen Insassen vor. Einer der Männer stieg aus und nahm den Topf an sich.

Anschließend fuhren die beiden Betrüger zügig davon.

Im Zuge der sofort eingeleiteten Fahndung stellte die Polizei im Nahbereich einen dunklen PKW fest und kontrollierte ihn. In dem Fahrzeug befanden sich zwei Männer.

Auf dem Rücksitz entdeckten die Beamten einen Kochtopf. Die beiden Männer gelten als tatverdächtig und wurden vor Ort festgenommen.

Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Beide Tatverdächtige werden am Freitag der zuständigen Haftrichterin mit dem Ziel der Zuführung in die Untersuchungshaft vorgeführt.

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