Vier Menschen nach jahrelanger Misshandlung einer Frau in Salzgitter angeklagt

Foto: via dts Nachrichtenagentur
Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat Anklage gegen vier Menschen erhoben, die eine 32-jährige Frau in Salzgitter über Jahre hinweg schwer misshandelt haben sollen. Wie die Behörde am Mittwoch mitteilte, wirft sie den Angeschuldigten vor, die Frau von September 2021 bis März dieses Jahres wiederholt körperlich misshandelt und gedemütigt zu haben.
Das Opfer war zu Beginn der Taten 27 Jahre alt.
Bei den Angeschuldigten handele es sich um einen 54 und einen 50 Jahre alten Mann sowie eine 63 und eine 29 Jahre alte Frau, so die Staatsanwaltschaft weiter. Die 63-Jährige und die 29-Jährige seien Mutter und Tochter, der 50-Jährige sei mit der Mutter verheiratet und der 54-Jährige der Lebensgefährte der Tochter.
Die Anklage umfasst nach Angaben der Behörde 33 Einzelfälle.
Den Beschuldigten wird unter anderem vorgeworfen, die Frau mit Baseballschlägern, Zangen, Hammer und Nägeln gequält zu haben. Dabei seien ihr Zähne gezogen und Verbrennungen zugefügt worden.
Auch sexualisierte Gewalt sei Teil der Vorwürfe. Das Opfer habe sich aus Angst vor weiteren Übergriffen nicht gewehrt.
Gegen die 63-Jährige und ihren 50-jährigen Ehemann erwägt die Staatsanwaltschaft die Anordnung der Sicherungsverwahrung.
Mit Ausnahme des 54-Jährigen befinden sich alle Beschuldigten seit März dieses Jahres in Untersuchungshaft. Der 50-Jährige ist bereits wegen Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung vorbestraft.
Ein Verhandlungstermin vor dem Landgericht Braunschweig steht noch nicht fest.
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