Philippi drängt auf Widerspruchslösung bei Organspenden
Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi hat sich zum Tag der Organspende erneut für die Einführung einer Widerspruchsregelung ausgesprochen. Das teilte das Sozialministerium am Montag mit. „Trotz der marginalen Steigerung der Spenden machen wir bei der Organspendebereitschaft keine großen Fortschritte.
Das kostet Menschenleben“, wird Philippi zitiert.
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Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation haben im vergangenen Jahr in Deutschland 985 Menschen nach ihrem Tod Organe gespendet. Das sind 32 mehr als im Jahr zuvor und entspreche 11,8 Spendern pro Million Einwohner.
Damit erreiche die Organspende den höchsten Stand seit 2012. Dennoch reiche die Zahl der gespendeten Organe nicht aus, um allen Patienten auf den Wartelisten eine Transplantation zu ermöglichen.
Philippi kritisierte, dass der Bund die Widerspruchsregelung nicht umgesetzt habe. „Mit der bisher geltenden Zustimmungslösung sind keine Fortschritte erzielt worden, noch immer sind die Wartelisten für ein Organ viel zu lang“, so der Minister. Er appellierte an die Bevölkerung, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. „Jeder Tag, an dem es mehr Organspenden gibt, rettet Leben.“
dts Nachrichtenagentur
Foto: via dts Nachrichtenagentur





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