LBEG feiert 75 Jahre Bergamt Meppen im Landkreis Emsland

LBEG feiert 75 Jahre Bergamt Meppen im Landkreis Emsland

Symbolbild: coffeekai

Das Bergamt Meppen ist vor 75 Jahren gegründet worden. Das teilte das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) mit.

Das LBEG hat das Jubiläum mit einer Feierstunde an seinem Standort im Landkreis Emsland begangen.

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Der LBEG-Präsident Carsten Mühlenmeier sagte bei der Feier, die Geschichte des Bergamtes sei auch die Geschichte des Emslandes. Der wirtschaftliche Aufschwung sei eng mit der Erdöl- und Erdgasförderung verbunden.

Die Ausweitung der Rohstoffgewinnung im Emsland nach dem Zweiten Weltkrieg habe dazu geführt, dass 1951 ein Bergamt in Meppen eingerichtet wurde. Heute sei der Standort für alle bergbehördlichen Aufgaben westlich der Weser zuständig.

Ein wesentlicher Teil der Erdgas- und Erdölförderung finde immer noch im Nordwesten des Landes statt. Mühlenmeier sagte weiter, in den vergangenen Jahrzehnten habe Niedersachsen an die 20 Milliarden Euro an Förderabgaben eingenommen.

Ein Großteil komme aus dem Meppener Bereich. Bis heute seien das LBEG und seine Tätigkeiten in der Region hoch akzeptiert.

Zwischen Behörde, Kommunen, Unternehmen und Bürgern sei über Jahrzehnte ein vertrauensvolles Miteinander entstanden, geprägt von Sachlichkeit, gegenseitigem Respekt und kurzen Wegen.

Niedersachsens Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier lobte den Emsländer Pragmatismus. Wenn andere lange diskutiert hätten, sei hier sachlich geprüft, klar entschieden und weitergearbeitet worden.

Mit Blick auf kommende Aufgaben nannte er die sichere Speicherung von Wasserstoff im Untergrund, die effiziente Nutzung tiefer Geothermie, den Umgang mit den Folgen des Klimawandels und die Gestaltung der Energiewende. Dafür brauche es Menschen und Institutionen, die wissen, was sie tun, den Untergrund kennen, Risiken einschätzen können und nicht nur verwalten, sondern gestalten.

Das sei die Tradition, die aus Meppen komme.

Meppens Bürgermeister Helmut Knurbein zeigte sich angetan von den lobenden Worten über die Stadt. Die Bedeutung des LBEG-Standortes in Meppen sei unbestritten, auch wenn vermutlich nicht alle Einwohner das Bergamtsgebäude kennen würden.

Er hob die unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Landesbehörde hervor. Kreisbaurat Michael Kiehl betonte, ein verantwortungsvoller Umgang mit Bergbautätigkeiten sei unerlässlich.

Auch wenn Erdgas und Erdöl in absehbarer Zeit nicht mehr für die Energiegewinnung genutzt werden sollten, seien sie nach Erreichen der Klimaneutralität wichtig, unter anderem für chemische Prozesse. Ludwig Möhring, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Erdgas, Erdöl und Geoenergie, sagte, bis dahin müsse möglichst viel heimisches Erdgas und Erdöl gefördert werden, um energieintensive Importe so weit wie möglich zu vermeiden.

Die Expertise aus der Erdgas- und Erdölindustrie sei unverzichtbar für die Entwicklung von Zukunftstechnologien wie Wasserstoff und Geothermie.

Vor dem Festakt hatten Mühlenmeier und Knurbein ein neues Straßenschild eingeweiht, das zum Dienstsitz hinweist. Knurbein hatte als kleines Geburtstagsgeschenk mitgebracht, dass demnächst auch die Zufahrtsstraße erneuert werden soll.

Das Bergamt Meppen war Ende 1950 zunächst als Abteilung des Bergamtes Hannover nach Meppen verlegt und nur wenige Monate später zum neuen Bergamt Meppen ausgeweitet worden. Sein Bezirk reichte von der Küste über Oldenburg bis Osnabrück.

Anfangs war es mit vier Mitarbeitern in einer Innenstadtwohnung untergebracht. Vor 35 Jahren bekam es ein eigenes Gebäude am heutigen Standort in der Vitusstraße 6. 2001 wurde die Struktur mit Oberbergamt und nachgeordneten Bergämtern aufgelöst und in ein Landesbergamt mit mehreren Standorten überführt.

Als 2006 das Landesbergamt und das Niedersächsisches Landesamt für Bodenforschung zum LBEG zusammengeführt wurden, blieb das Prinzip der Außenstellen erhalten. Neben dem Hauptsitz in Hannover betreibt das LBEG den Dienstsitz Clausthal-Zellerfeld und die Außenstellen Celle und Meppen.

Von den mehr als 350 Mitarbeitern sind knapp 20 in Meppen dauerhaft tätig.

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