ZdK fordert mehr Frauen in kirchlichen Führungspositionen

Katholischer Pfarrer in einer Messe, über dts Nachrichtenagentur

Bonn (dts Nachrichtenagentur) – Den Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) freut die Theologin Beate Gilles als Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz (DBK). Die erste Frau in dieser „Schlüsselposition innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz“ sei ein „wichtiges Signal“, sagte Thomas Sternberg dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Sonntagausgaben).

Es sei ein Zeichen für die Veränderungsbereitschaft innerhalb der Katholischen Kirche. „Letztlich geht es bei der Besetzung von Führungsposten mit Frauen auch um die Teilhabe von mehr als 50 Prozent der Gläubigen“, so der Chef der Katholischen Laienorganisation. Auf diesem Weg müsse es in der Katholischen Kirche weitergehen, forderte Sternberg. „Nicht alle Führungsaufgaben erfordern eine priesterliche Weihe – sie können deshalb schon jetzt mit Frauen besetzt werden. Gleichzeitig muss die Debatte darüber weitergeführt werden, welche theologischen Argumente im Jahr 2021 noch tragen, die Frauen weiterhin von der Weihe ausschließen.“

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Die Bischöfe der Katholischen Kirche kommen ab Montag in Fulda erstmals unter Leitung einer Frau zusammen. Gilles wird gemeinsam mit dem Vorsitzenden Bischof Georg Bätzing die viertägige Herbstvollversammlung der DBK leiten. Schwerpunkt der Beratungen der Bischöfe ist der Stand bei der Entwicklung des 2019 als Konsequenz der Missbrauchsskandale beschlossenen Synodalen Weges.

Dabei geht es um den Abbau von Machtstrukturen innerhalb der Kirche, die Rolle von Frauen, die Lebensverhältnisse von Priestern und die kirchliche Sexualmoral. ZdK-Präsident Sternberg mahnt, den Synodalen Weg konsequent weiterzugehen. „Alle in der Katholischen Kirche wissen, dass Reformen nötig sind, nicht zuletzt um Glaubwürdigkeit und Vertrauen zu gewinnen. Zentrales Anliegen dabei ist, Strukturen in der Kirche zu bauen, die zukünftig ein Missbrauchsgeschehen weitestgehend ausschließen“, sagte er dem RND. Die Aufarbeitung der bekannten Fälle hätte hohe Priorität, so Sternberg.

Die Aufarbeitung müsse konsequent geschehen. „Auf diesem Weg ist noch eine Menge zu tun. Die Aufarbeitungskommissionen sind noch nicht in allen Bistümern besetzt. Auch die Betroffenenräte können noch nicht überall arbeiten. Ohne die Betroffenen ist Aufarbeitung jedoch unmöglich“, sagte er.

Foto: Katholischer Pfarrer in einer Messe, über dts Nachrichtenagentur

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