Wohnungsbranche erwartet 80.000 weniger Sozialwohnungen wegen KfW-Förderstopp

Baustelle, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der KfW-Förderstopp trifft laut Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen GdW vor allem sozialen Wohnungsbau. „Wir gehen davon aus, dass bundesweit bei unseren Mitgliedern rund 80.000 Wohnungen, vorwiegend Sozialwohnungen, die bereits konkret geplant waren, nun erst einmal nicht gebaut werden“, sagte Hauptgeschäftsführerin Ingeborg Esser der „Welt“ (Donnerstagausgabe).

Nur bei einer Fortsetzung der Förderung könne die Wohnungswirtschaft die verlangten niedrigeren Mieten bei Sozialwohnungen weiterhin wirtschaftlich anbieten. „Die Alternative ist, dass neue Wohnungen künftig nach einem deutlich schlechteren Energiestandard gebaut werden. Das bringt allerdings die Klimaziele in Gefahr und kann nicht im Interesse der Regierung sein“, sagte Esser. Ohne Förderung müsse sich die Politik „zwischen geringeren Mieten und mehr Klimaschutz entscheiden“.

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Nach Berechnungen der GdW-Mitgliedsunternehmen müssten ohne Förderung die Kaltmieten bei Sozialwohnungen um 1,50 Euro pro Quadratmeter steigen, um den gleichen Energiestandard zu halten. Der Spitzenverband GdW vertritt 3.000 Wohnungsunternehmen in Deutschland, vor allem kommunale und genossenschaftliche.

Foto: Baustelle, über dts Nachrichtenagentur

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