Wirtschaftsweise Schnitzer erwartet deutlich gedämpften Aufschwung
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer rechnet mit gravierenden Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die deutsche Wirtschaft. „Insgesamt wird durch den Konflikt der Aufschwung in diesem Jahr deutlich gedämpft sein“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben).
„Durch die hohen Energiepreise ist in diesem Jahr nicht mit einem Rückgang der Inflation zu rechnen, wir ursprünglich erwartet worden war, stattdessen ist ein Anstieg wahrscheinlicher geworden.“ Die steigenden Importpreise für Gas, Öl und Kohle würden Unternehmen und Verbraucher „sehr belasten“. Die Münchner Ökonomin rief die Politik dazu auf, vor allem denjenigen zu helfen, die besonders bedürftig seien – etwa durch eine Einmalzahlung. „Eine Erhöhung der Pendlerpauschale oder eine Senkung der Mehrwertsteuer halte ich für weniger zielführend, weil sie auch die Besserverdienenden entlasten, auf Kosten der Allgemeinheit.“ Schnitzer regte auch gezielte Hilfen für Unternehmen an, die durch die Sanktionen in Liquiditätsschwierigkeiten gerieten. „Voraussetzung dafür muss aber sein, dass das Geschäftsmodell dauerhaft trägt, auch in der durch den Krieg veränderten Welt“, sagte sie.
Foto: Container, über dts Nachrichtenagentur
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