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VW-Chef verlangt höhere CO2-Steuer

Volkswagen-Werk, über dts Nachrichtenagentur

Davos (dts Nachrichtenagentur) – Um den Klimawandel zu bekämpfen, fordert der Volkswagen-Chef Herbert Diess eine höhere CO2-Steuer in Deutschland. „Ich halte den Preis für zu niedrig. Ich wünsche mir weiterhin eine höhere CO2-Steuer von der Politik“, sagte Diess der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitagsausgabe) auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos zu dem für das kommende Jahr avisierten Anfangspreis von 25 Euro je Tonne.

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Auf die Frage, welchen Wert er für richtig erachte, antwortete er: „Schauen wir uns doch mal in Europa um: In Schweden haben wir mehr als 100 Euro je Tonne und das funktioniert gut“. Der VW-Chef gab in Davos zu, wo beispielsweise auch die Klimaaktivistin Greta Thunberg mehrfach auftrat, seine persönlichen Klimaziele verfehlt zu haben. „Meine große Herausforderung sind die vielen Flüge. Mein CO2-Fußabdruck ist relativ groß, vor allem durch Reisen mit dem Firmenflugzeug“, sagte Diess. Mit Bezug auf das vergangene Jahr 2019 fügte er hinzu: „Ich hatte mir eigentlich eine Reduzierung um 20 Prozent vorgenommen, aber die habe ich bei weitem nicht erreicht.“ Er nehme sich „das Ziel jetzt für 2020 abermals vor. Diesmal werde ich es erreichen. Da bin ich sicher“, so der VW-Chef weiter. Auf die Frage, ob er den US-Elektroauto-Hersteller Tesla als unmittelbare Bedrohung ansehe, antwortete der deutsche Automanager: „Es hilft uns derzeit eher, dass Tesla zeigt, wie es geht.“ Man sei sich „noch ziemlich sicher“, dass man mithalten könne, „wenn wir jetzt in der Elektromobilität schnell hochfahren und die nötigen Software-Kompetenzen aufbauen“. Tesla werde aber „auch schnell weiter wachsen und bleibt wahrscheinlich der schärfste Herausforderer“, sagte Diess der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“

Foto: Volkswagen-Werk, über dts Nachrichtenagentur

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1 Kommentar

  1. Karl Heinz Beisswenger
    24. Januar 2020 um 16.56 — Antworten

    In Deutschland zu niedrige CO2-Steuer ?
    Die Energiesteuer auf Kraftstoffe (besser bekannt unter der früheren Bezeichnung Mineralölsteuer)
    beträgt 65 Cent pro Liter Benzin (mehr als die Hälfte des Tankstellenpreises)
    und 47 Cent pro Liter Diesel (weit weniger als die Hälfte des Tankstellenpreise.
    Die CO2-Emissionsgrenzen werden umgerechnet mit FESTEN Faktoren (2,4 kg pro Liter Benzin und 2,6 pro Liter Diesel)
    zu den veröffentlichten CO2-Emissionswerten und auch der Grenzwerte.
    Das bedeutet nach der Logik von Adam Riese, dass die Mineralölsteuer durch einen einfachen Dreisatz
    in Steuer PRO TONNE CO2-Emission umgerechnet werden kann.
    Beispiel Benzin: 65 Cent dividiert durch 2,4 = 0,27 pro kg, also 270 EURO pro Tonne CO2.

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