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Virologin Brinkmann: Infektionszahlen eigentlich deutlich höher

Menschen mit Maske, über dts Nachrichtenagentur

Braunschweig (dts Nachrichtenagentur) – Die Virologin Melanie Brinkmann rechnet bei zunehmender Testknappheit mit abnehmender Sichtbarkeit der Infektionszahlen. Sie erwarte die nächsten Tage und Wochen, „dass die Zahlen weiterhin steigen und irgendwann werden wir nicht mehr genug Testkapazitäten haben“, sagte die Vizevorsitzende des Expertenrats der Bundesregierung der RTL/n-tv-Redaktion.

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Die Zahlen würden weiterhin steigen, ohne dass man es wirklich sehen könne, so Brinkmann. „Die Zahlen, die wir täglich sehen, sind eigentlich schon viel, viel höher in Wirklichkeit und das ist ein Problem und ich glaube wir werden zu einem Punkt kommen, an dem wir sagen: Wer Symptome hat, kann relativ sicher sein oder es ist höchstwahrscheinlich, dass er mit der Omikron-Variante infiziert ist und die beste Möglichkeit ist dann zu Hause zu bleiben, sich so gut wie möglich zu isolieren, niemanden anzustecken und das sollte man wirklich machen, wenn man schon leichte Kopfschmerzen hat.“ Einen erneuten Lockdown will die Virologin nicht ausschließen, auch wenn sie hofft, dass es nicht nötig ist: „Das Problem ist, dass viele Menschen zur gleichen Zeit infiziert werden und deshalb – und das geht auch aus der Stellungnahme des Expertenrates eindeutig hervor – müssen wir uns darauf vorbereiten, dass am Arbeitsplatz viele Menschen zur gleichen Zeit ausfallen können und das mag nicht durch schwere Symptome sein, dass sie ins Krankenhaus müssen, aber es reicht ja wenn man zu Hause mit Fieber liegt und nicht zur Arbeit gehen kann.“ Dieses Problem bereite ihr große Sorgen und darauf müsse man sich gut vorbereiten.

Auch über die Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung in der Omikron-Welle zeigte sie sich besorgt: „Was wir bislang auch schon sehen, ist, dass gerade in den kritischen Bereichen wie den Krankenhäusern viele Menschen erkranken. Nicht unbedingt schwer, aber so, dass sie nicht zur Arbeit gehen können.“ Doch wenn man sich jetzt konsequent an die Maßnahmen der Politik halte wie 2G-Plus und konsequentes Maskentragen, könne man dem entgegenwirken.

Foto: Menschen mit Maske, über dts Nachrichtenagentur

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1 Kommentar

  1. W. Lorenzen-Pranger
    13. Januar 2022 um 16.12 — Antworten

    …„dass die Zahlen weiterhin steigen und irgendwann werden wir nicht mehr genug Testkapazitäten haben“…

    Gehts eigentlich einmal auch um die Patienten, bzw. die, die eben von der Infektion gar nicht erst etwas merken? „Wir“ müssen Rücksicht auf bis zum Kollaps kaputtgesparte Krankenhäuser nehmen, „wir“ müssen Rücksicht auf „die Alten“ nehmen – die sich, nebebei gesagt, längst von Anfang an bereits veralbert fühlen – ich erinnere an das Interview mit einer Frau so um die achtziig, die ihre Entscheidungen, sagte sie, schon allein treffen kann – jetzt müssen „wir“ auf zu wenige Tests Rücksicht nehmen.
    Kann diesen Irrsinn mal jemand stoppen und diese „Virologen“ in ihre Labors zurück schicken, wo sie sicher in ihrem Beruf wertvolle Arbeit leisten. Aber – sie sind nicht unsere Erziehungsberechtigten, sie haben offensichtlich von gesellschaftlichen Prozessen keine Ahnung, nein, sie erreichen nicht einmal das zweifelhafte Niveau von Politikern – und ich glaube, mit meinen vierundsiebzig brauche ich z.B. so einen unverschämten Vormund auch nicht mehr.
    Wie sagte ein Russe lachend über die deutsche Regelwut? „Bei uns ist das Sterben nicht verboten.“ Thats it!

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