Uniper kritisiert Wasserstoffstrategie

Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Der neue Chef des Energiekonzerns Uniper, Klaus-Dieter Maubach, hält es für einen Fehler, dass Deutschland sich beim Umbau der Energiewirtschaft maßgeblich auf grünen Wasserstoff konzentrieren will. „Sich jetzt schon nur auf grünen Wasserstoff zu fokussieren halte ich für falsch“, sagte er dem „Handelsblatt“.
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Der Manager macht sich vielmehr für den sogenannten blauen Wasserstoff stark. Dieser gilt als umstritten, weil er mithilfe von fossilem Erdgas hergestellt wird. In Kombination mit CO2-Abspaltung oder der Weiterverwendung von festem Kohlenstoff könne blauer Wasserstoff aber „auch eine dauerhafte Lösung sein“, sagte Maubach. Der Manager folgte Ende März auf Andreas Schierenbeck, der erst im Juni 2019 den Chefposten bei Uniper übernommen hatte.
Foto: Wasserstoff-Behälter, über dts Nachrichtenagentur
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Es ist doch ganz einfach: Um den menschengemachten Anteil am Klimawandel zu reduzieren, müssen sämtliche fossilen Brennstoffe unangetastet bleiben, d.h Decarbonisierung und keine weitere Verwendung von fossiler Energie! Es ist aber auch klar: Ein Mangager soll den Gewinn eines Unternehmens steigern. Was wollen wir? Die Politik sagt (CDU und SPD – es muss den Unternehmen gut gehen, damit es uns gut geht (wobei sie mit „uns“ sich selber meinen, nehme ich an). Die Wissenschaft sagt schon seit mehreren Jahrzehnten, dass wir auf fossile Energie verzichten müssen, um uns (Menschen) vor einem Klimawandel und damit verbundene Katastrophen zu schützen. Was wollen wir?