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Luftretter plädieren für Böllerverbot an Silvester

via dts Nachrichtenagentur

Krystian Pracz, Chef der DRF Luftrettung, hat sich für ein Böllerverbot in der Silvesternacht ausgesprochen. „Ein Böllerverbot ist richtig“, sagte Pracz den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). „Die Verletzungsmuster sind jedes Jahr sehr schwer. Außerdem werden immer wieder auch Feuerwerkskörper gegen Einsatzkräfte gerichtet.“

Zwar könnten nachts ohnehin nur knapp 20 der über 80 Luftrettungsstationen überhaupt fliegen. „In einigen Regionen wie Berlin oder München könnte es dadurch theoretisch zu Kollisionen mit Feuerwerk kommen“, sagte der Chef von Deutschlands zweitgrößter Luftrettungsorganisation.

Ernsthafte Zwischenfälle seien in den vergangenen Jahren aber nicht dokumentiert worden. Auch seien ihm keine Fälle bekannt, in denen DRF-Hubschrauber gezielt und wissentlich mit Feuerwerkskörpern beschossen worden seien. „Es gibt andere Vorfälle, die über das Jahr hinweg vorkommen, zum Beispiel das Blenden von Piloten mit Laserpointern“, sagte Pracz.

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dts Nachrichtenagentur

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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7 Kommentare

  1. W. Lorenzen-Pranger
    24. Dezember 2025 um 1.52 — Antworten

    Also, außer daß es in Deutschland auch Dummköpfe gibt – wie vermutlich überall auf der Welt – ist nichts passiert. Punkt. Wie heißt ein Rechtsgrundsatz doch gleich? Unwissenheit schützt vor Strafe nicht? Auf den Artikeln steht drauf wie sie anzuwenden sind – und Volljährige können lesen?

    • Manfred Murdfield
      24. Dezember 2025 um 10.28 — Antworten

      „Basta“ ist ja bekanntermassen ein besonders schlechtes Argument. Böllern ist die Rücksichtslosigkeit gegen die Freiheit und Unversehrtheit anderer.

      • W. Lorenzen-Pranger
        27. Dezember 2025 um 7.34 — Antworten

        Wie macht eine Sylvester-Rakete, ein Knallfrosch, sie denn unfrei? Wer, wenn er bei Verstand ist, bedroht sie denn mit so etwas? Straftaten müssen verfolgt werden, keine Frage, aber in aller Regel passieren die doch in diesem Zusammenhang nicht. Daß sich solche, sehr alten, Volksbräuche im Laufe der Jahrhunderte gewandelt haben ist nachvollziehbar, aber auch der Weihnachtsbaum, das Ostereier-verstecken oder der Pfingst-Ausflug stören sie doch auch nicht – oder etwa doch? Und die Fenster haben sie doch sowieso geschlossen, ist kalt draußen.
        Am Rande, ich selbst beteilige mich seit Jahren auch nicht mehr – ich bin aber immer noch ein interessierter Zuschauer.

        • Manfred Murdfield
          28. Dezember 2025 um 6.59 — Antworten

          „Straftaten müssen verfolgt werden …“ Welch müssiges und schwaches Argument. Ich habe viele Jahre in Berlin gelebt, und die Raketenkriege hautnah erlebt. Strafverfolgung??? Besser Verbot und dann wird immer noch genug geschossen.

          • Markus
            28. Dezember 2025 um 23.38 — Antworten

            Raketenkriege – fliegen da etwa Pershings und SS-20 durch die Gegend? Diese leichten Spielzeugteile können einen selbst bei voller Geschwindigkeit nicht ernsthaft verletzen, dazu ist das Zeugs zu leicht und der Effektsatz zu klein. Dass man zum Jahrewechsel in geeigneter, strapazierfähiger Kleidung rausgeht sollte wohl jedem klar sein. Nicht dass da ein Drogensüchtiger mit seinem Alkohol ankommt und einen vollkotzt, das ist schlimmer.
            Wir haben uns schon damals (TM) gegenseitig Knallfrösche zwischen die Füsse geworfen und – o Wunder – alles noch dran.

        • Manfred Murdfield
          28. Dezember 2025 um 7.08 — Antworten

          Die Aufzählung von christlichen Feiertagen ist uninteressant. Ich bin weder Christ noch in einer anderen Religion oder Sekte. Die meisten religiösen Rituale sind aus Machtansprüchen entstanden. Und viele Kriege, wie auch derzeit, entstehen durch unterschiedliche Glaubensauffassungen.

          • W. Lorenzen-Pranger
            28. Dezember 2025 um 23.48 — Antworten

            Wo sie recht naben haben sie nun mal recht – dennoch machen fast alle mit.

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