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Unions-Kommunalpolitiker fordern „personelles Gesamtkunstwerk“

CDU-Parteitag, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Kommunalpolitiker der Union haben sich dafür ausgesprochen, die Besetzung von Kanzlerkandidatur und Parteivorsitz mit der Benennung eines Führungsteams zu verbinden. „Die Kommunalen erwarten in der Union ein personelles Gesamtkunstwerk, bei dem klar wird, wohin die Reise geht“, sagte der Vorsitzende der kommunalpolitischen Vereinigung der Union (KPV), Christian Haase, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Montagsausgaben). „Wir erwarten ein vorzeigbares Team, paritätisch besetzt von Frauen und Männern, hinter dem sich die Partei versammeln kann und das Brücken baut in alle Gruppen der Gesellschaft.“

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Indirekt warnte Haase davor, den Unions-Fraktionsvorsitzenden Ralph Brinkhaus (CDU) auszutauschen, um mit seinem Posten einen der Interessenten für die Kanzlerkandidatur zufrieden zu stellen. „Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion macht ihre Arbeit zuverlässig und kompetent“, sagte Haase. Zu weiteren Details wie Neubenennungen von Ministern äußerte Haase sich nicht. Sein Vorschlag würde wohl bedeuten, dass die Entscheidungsgewalt des nächsten Kanzlerkandidaten über sein Team ein Stück weit eingeschränkt würde. Haase warnte die CDU davor, die Chancen der Union bei den Kommunalwahlen in Bayern und Nordrhein-Westfalen durch einen Streit über Kanzlerkandidatur und Parteivorsitz zu gefährden. „Unmittelbar vor Kommunalwahlen in Bayern und später in NRW brauchen wir eine geschlossene, handlungsfähige Union“, sagte er. „Die Bundespartei befindet sich in stürmischer See. Wir müssen schnell zurück in ruhigere Fahrwasser.“ In Bayern wird am 15. März gewählt, in Nordrhein-Westfalen am 13. September.

Foto: CDU-Parteitag, über dts Nachrichtenagentur

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