UN-Botschafter sieht Klimawandel als Gefahr für globale Sicherheit
New York (dts Nachrichtenagentur) – Deutschlands UN-Botschafter Christoph Heusgen sieht den Klimawandel als eine Gefahr für die Sicherheit in der Welt. „Das wird ein neues großes Problem für den Frieden. Wir müssen uns jetzt darum kümmern, weil es sonst zu spät sein kann“, sagte Heusgen der „Rheinischen Post“.
Deutschland werde als nichtständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat in diesem Jahr den Komplex Klima und Sicherheit in den Blick nehmen. „Wir wollen deutlich machen, wie sich Klimaveränderungen auf Sicherheit auswirken. Wenn beispielsweise Bevölkerungen etwa aufgrund von Dürre abwandern und in anderen Gebiete ansässig werden wollen, kommt es regelmäßig zu Konflikten“, so der UN-Botschafter weiter. Besonders betroffene Gebiete seien die Sahel-Zone und die Tschadsee-Region oder Staaten wie Niger, Vietnam oder Inselstaaten. „Wir müssen das Bewusstsein dafür schärfen und Vorsorge treffen“, sagte Heusgen. Fast alle gegenwärtigen Mitglieder des Sicherheitsrates hätten Unterstützung signalisiert. Der Grundkonsens bestehe bei vielen, konkrete Maßnahmen müssten folgen: „Klimawandel, Flucht von Menschen vor Hitze und Trockenheit oder Anstieg des Meeresspiegels bedeutet Destabilisierung betroffener Länder“, so der UN-Botschafter.
Foto: Die Erde aus dem Weltraum aufgenommen, über dts Nachrichtenagentur
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