SPD fordert von Grünen Zustimmung zur Vorratsdatenspeicherung

Computer-Nutzer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der SPD-Innenpolitiker Dirk Wiese fordert von den Grünen, ihren Widerstand gegen die Vorratsdatenspeicherung aufzugeben. „Hier blockieren seit Jahren die Grünen im Bund eine effektive, zeitgemäße und verhältnismäßige Regelung zur IP-Adressenspeicherung“, sagte der Vizechef der SPD-Bundestagfraktion den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Wiese forderte von den Grünen eine „realitätsnahe“ Sicherheitspolitik.

Der SPD-Innenexperte verwies auf das nach der islamistischen Messerattacke in Solingen von der schwarz-grünen Landesregierung in Nordrhein-Westfalen beschlossene Sicherheitspaket: „Viele vernünftige Maßnahmen werden aufgegriffen, einige nehme ich verwundert zur Kenntnis, weil die Grünen im Bund hier keineswegs so eindeutig sind“, sagte Wiese. In dem Paket fordert die NRW-Landesregierung, Sicherheitsbehörden die Vorratsdatenspeicherung zu erlauben.

Anzeige

Die Koalition in Nordrhein-Westfalen will zudem Asylverfahren von Personen aus Staaten mit einer Anerkennungsquote unter fünf Prozent beschleunigen. Auch hier wünsche er sich Bewegung von den Grünen auf Bundesebene, sagte Wiese. Die Grünen blockierten aber seit Jahren die Einstufung der Maghreb-Länder Algerien, Marokko und Tunesien als sichere Herkunftsstaaten.

Die NRW-Regierung will den Sicherheitsbehörden zudem erlauben, mögliche Gefährder mithilfe von Computerprogrammen anhand vorhandener Daten, etwa Fotos im Internet, zu identifizieren. Dies plant auch die Bundesregierung. In dem Punkt seien die Grünen in Nordrhein-Westfalen aber „deutlich pragmatischer und zielorientierter unterwegs“ als in der Ampel-Koalition, kritisierte Wiese. „Mit einer vergleichsweise realitätsnahen Politik, wie in NRW gezeigt, wären wir mit den Grünen im Bundestag bei Sicherheitsfragen schon einen wichtigen Schritt weiter.“

dts Nachrichtenagentur

Foto: Computer-Nutzer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Nachrichten aus Oldenburg
Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenUS-Demokraten übernehmen Senatssitz in North CarolinaNachrichtenMinisterium will Demokratieprojekte in Sachsen-Anhalt fördernNachrichtenSpaniens Verkehrsminister tritt nach Zugunglück zurück
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
NiedersachsenHubig will Sexualstrafrecht auf „Nur Ja heißt Ja“ umstellenArtikel lesenSportChampions League: Bayern München gewinnt gegen Atletico MadridArtikel lesenNachrichtenUS-Börsen uneinheitlich – Zwischenwahlen im FokusArtikel lesenNachrichtenEU und Großbritannien vor Einigung über HandelserleichterungenArtikel lesenNachrichtenNationaler Sicherheitsrat berät über Nato-VerteidigungsplanungenArtikel lesenSportChampions League: Galatasaray schlägt VfB StuttgartArtikel lesen

Anzeige

StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenWie sicher ist Oldenburg?UOdMVerkehrStadtverwaltung
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok