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Soforthilfen locken Kriminelle an

Computer-Nutzer, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Bundeskriminalamt warnt vor zunehmender Cyberkriminalität in der Coronakrise. In einem vertraulichen Lagebild der BKA-Cybercrime-Spezialisten, über das der „Spiegel“ berichtet, heißt es, die Soforthilfen von Bund und Ländern böten Tätern „weitgehende Angriffsmöglichkeiten“, die diese auszunutzen versuchten. Die „Bedrohungslage im Cyberbereich“ sei „anhaltend hoch“, so die Kriminalisten.

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Besonders häufig wollten Täter mit offiziell erscheinenden Mails und Internetseiten Daten von Antragstellern abgreifen, um in deren Namen Hilfszahlungen zu erschleichen. Dazu hätten Kriminelle etwa den Internetauftritt des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums „nahezu exakt“ kopiert. Bei den Tätern handele es sich im Wesentlichen um schon länger agierende Cybercrime-Profis. Jedoch sei nicht auszuschließen, so das BKA, dass sich das Täterspektrum in einer Wirtschaftskrise noch erweitern könnte.

Foto: Computer-Nutzer, über dts Nachrichtenagentur

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