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Söder dringt auf Stiko-Empfehlung bei Impfungen für Jugendliche

Jugendlicher mit Schutzmaske in einer S-Bahn, über dts Nachrichtenagentur

München (dts Nachrichtenagentur) – Der bayrische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Ständige Impfkommission (Stiko) aufgefordert, die Freigabe der Corona-Impfstoffe für Jugendliche zu empfehlen. „Das wirksamste Mittel gegen die Delta-Variante ist die Schülerimpfung“, sagte Söder der „Bild am Sonntag“.

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Gerade in den jüngeren Altersgruppen seien die Inzidenzzahlen am höchsten. Deshalb solle die Stiko dringend überlegen, wann sie das Impfen von Jugendlichen empfehle. „Wir erhöhen damit nicht nur den Schutz für uns alle, sondern geben einer Generation, die auf vieles verzichten musste, wieder mehr Freiheiten zurück. Daher werden wir in Bayern in dieser Woche auch mit dem Impfen der Abschlussklassen beginnen. Bundesweit müssen wir schnell und gezielt in den Schulen impfen, sobald die Empfehlung der Stiko vorliegt.“ Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sagte der Zeitung, er finde es „ärgerlich“, dass die Stiko ständig ihre Empfehlungen anpasst. „Die Botschaft muss doch lauten: Nur zweimal geimpft bringt die Wirkung. Klar erreicht man mehr etwas mehr an Schutz durch die Kombination zweier Impfstoffe, aber dem stehen wieder verunsicherte Leute gegenüber, die sich überhaupt nicht impfen lassen.“ Die SPD-Landesvorsitzende in Berlin, Franziska Giffey schlägt unterdessen vor, das Impftempo mit Belohnungen zu beschleunigen: „Wir sollten Anreizmethoden wie in Amerika überdenken – zum Beispiel mit Freikarten für Museen, Konzerte oder Sportveranstaltungen.“

Foto: Jugendlicher mit Schutzmaske in einer S-Bahn, über dts Nachrichtenagentur

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